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Karlsbad und Marienbad – die zwei Perlen der böhmischen Kurorte

Karlsbad

Bereits seit dem 16. Jahrhundert wird das Wasser der heißen Quellen von Karlsbad zur Behandlung verschiedener Krankheiten benutzt. Neben dem Besuch von Thermalbädern lohnt sich auch eine Probiertour durch die insgesamt zwölf verschiedenen Trinkquellen. Die passende Schnabeltasse haben wir in einem Souvenirgeschäft gekauft, das man an fast jeder Straßenecke findet. Über den Geschmack des Wassers lässt sich allerdings streiten 🤣. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konnten wir bequem an einem Tag zu Fuß erreichen!
Nachdem wir durch die engen und äußerst holprigen Gassen fahrend endlich unser Hotel gefunden hatten, das glücklicherweise auch einen Stellplatz beinhaltete beendeten wir den Tag ganz gemütlich in einem der wirklich guten Restaurants der Stadt. Am nächsten Morgen starteten wir unseren Rundgang an der christlichen Kirche St. Peter und Paul und schlenderten von hier aus entlang des kleinen Flusses mit den vielen bezaubernden Wasserfontänen in Richtung der Sprudelkolonnade, deren Dach aussieht wie eine kleine gläserne Pyramide. Im Inneren des modernen Gebäudes konnten wir einen bis zu zwölf Meter hoch sprudelnden Geysir aus Thermalwasser bewundern – ein beeindruckender Anblick! Nach dem Verlassen der modernen Glaskonstruktion wartete gleich um die Ecke schon das nächste Highlight auf uns – die hölzerne weiße Marktkolonnade, die über und über mit wunderschönen Schnitzereien bedeckt ist und sehr romantisch wirkt.

Marktkolonnade Karlsbad

In der größten, der steinernen Mühlbrunnenkolonnade mit ihren unzähligen Säulen konnten wir uns gleich durch fünf verschiedene Thermalquellen probieren, besser gesagt mein Mann, denn ich hatte aufgrund des Geschmackes das Testen hier bereits aufgegeben 😂. Auf dem Weg dorthin hatten wir die Möglichkeit, ausgiebig die wunderschöne und bunte Architektur von Karlsbad zu genießen. Als letzte Thermalquelle durfte natürlich keinesfalls die verschnörkelte gußeiserne Parkkolonnade fehlen, die viele wunderschöne Fotomotive bietet.

Parkkolonnade Karlsbad

Der darauf folgende Weg auf den Hügel zur russisch-orthodoxen Kirche war zwar etwas anstrengend, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt: die kleine Kirche ist wirklich hübsch. Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher zu unserer letzten Station, der Lukaskirche und kamen anschließend wieder auf dem Platz vor der weißen Marktkollonade an. Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel genossen wir ausgiebig das unglaublich leckere böhmische Essen.

Marienbad

Der nächste Tag gehörte ganz der Erkundung von Marienbad. Auch wenn an vereinzelten Stellen schon der Putz bröckelt strahlen die oft in gelb und weiß gehaltenen Fassaden noch immer den Zauber der früheren Zeit aus. Neben den vierzig Mineralquellen, die teilweise in wunderschönen Säulengängen und Pavillons untergebracht sind, fanden wir im Herzen der Stadt eine Vielzahl an atemberaubender Architektur und Kirchenbauten. Alle Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander und wir konnten alles gut zu Fuß erreichen. Auf dem Spaziergang durch das historische Zentrum wurden wir von vielen kleinen und größeren liebevoll gestalteten Parkflächen begleitet. Das Highlight von Marienbad war für uns die neue Kolonnade, deren beeindruckender Wandelgang mit Decken- und Wandgemälden verziert und mit gusseisernen Ornamenten geschmückt ist. Direkt vor der Säulenhalle machten wir eine kurze Pause an der singenden Fontäne, die zu jeder ungeraden Stunde von klassischer Musik begleitet sprudelt, was im Sommer nachts auch von einer Lichtshow begleitet wird!

Neue Kolonnade Marienbad

Tagesausflug Pilsen

Ein Tagesausflug in die Herkunftsstadt des Pilsener Biers bietet einem noch viel mehr als nur eine Brauereibesichtigung! Die gotische St-Bartholomäus-Kathedrale inmitten des imposanten Marktplatzes ist das Wahrzeichen der Stadt, weswegen wir hier unseren Rundgang starteten. Der riesige Platz der Republik wird gesäumt von herrlichen Bürgerhäusern aus Barock und Renaissance, wobei uns das alte Rathaus mit seiner Schönheit besonders ins Auge gefallen ist. Von hier führte uns der Weg vorbei an unzähligen einmalig schönen Häusern bis zur Großen Syngoge, die nach der in Jerusalem und Budapest die drittgrößte der Welt ist. Nach der ganzen Kultur bleibt immer noch genügend Zeit, für eine Führung durch die Brauerei inklusive Bierverkostung.

Nicht vergessen: für die meisten Autobahnen in Tschechien benötigt man eine Vignette.

  1. Ihr Lieben,
    was für eine schöne Kurzreise. Und wunderschöne Architektur. Da kann man die ganze Zeit Fotos machen. Wie praktisch, dass alle Sehenswürdigkeiten beieinander sind. Toller Einblick in eine Gegend, die mir völlig fremd ist.
    Liebe Grüße, Selda.

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