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Nationalpark Bayerischer Wald

Ausflugstipps & wandern Bayerischer Wald

Dreisessel-Wanderung

Eine der schönsten und einfachsten Wanderungen im Gebiet Bayerischer Wald ist für uns die auf und um den Dreisessel. Vom Parkplatz aus erreichten wir in 30 Minuten den Dreisesselfelsen, der bei guter Wetterlage eine beeindruckende Aussicht bis hin zu den Alpen bietet. Nach einem kleinen Spaziergang von etwa einer viertel Stunde standen wir vor dem wunderschönen Hochfelsen, den man über eine steinerne Treppe erklimmen kann und an dessen Fuß eine kleine bezaubernde Kapelle steht. Geht man wie wir von hier aus wieder zurück zum Parkplatz ist man insgesamt etwa 1,5 Stunden beim Wandern. Man kann die Wanderung aber auch bis zu neun Kilometern verlängern, die Wege sind gut ausgeschildert.

Tipp: Ein Ausflug auf den Dreisessel lohnt sich besonders im Winter ❄. Die Wege werden gewalzt und man befindet sich inmitten einer Winter-Märchenlandschaft!

Nationalpark Bayerischer Wald wandern
Ausblick vom Dreisessel

Baumwipfelpfad Neuschönau

Der barrierefreie Holzpfad zwischen den Baumwipfeln ist nur einer von unseren Ausflugstipps, wenn man keinen Hund dabei hat, der darf nämlich nicht mit! Auch in den Restaurants sind Hunde nicht willkommen! Es gibt zwar absperrbare Holzboxen, aber die sind sehr klein und sehen auch keineswegs einladend aus. Der Lehrpfad im Nationalpark Bayerischer Wald ist nicht besonders lang, endet aber in einer sehr schönen und fotogenen Holzkonstruktion, dem Baum-Ei. Wenn man dem spiralförmigen Weg nach oben folgt gelangt man zu einer Aussichtsplattform, die weite Blicke über die Landschaft Bayerischer Wald ermöglicht. Der Eintritt ist mit neun Euro allerdings nicht gerade günstig.

Wildbachklamm Buchberger Leite

Der 8km lange Weg durch die beeindruckende Schluchtlandschaft der Buchberger Leite dauert ca. drei Stunden. Wir parkten unser Auto in der Zuppingerstraße in 94078 Freyung und folgten dem Weg Nummer 3 entlang des Stausees Richtung Carbidwerk. Von dort aus führte uns der Weg 3a durch die wildromantische Schlucht mit bizarren Felsgebilden, einer naturbelassenen Waldlandschaft und sogar einer Hängebrücke über die Wolfsteiner Ohe. Am Ende der Wanderung in Ringelai angekommen fuhren wir mit dem Wanderbus zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Buchberger Leite
Buchberger Leite

Großer Arber

Der Arber im Nationalpark Bayerischer Wald bietet eine Vielzahl an Wanderungen verschiedenster Länge an. Wir haben uns dazu entschieden, die Gondel zu nehmen und von der Bergstation aus auf den Panoramawegen die vier Gipfel des Plateaus zu erwandern, die alle mit herrlichen Ausblicken über den Nationalpark Bayerischer Wald aufwarten. Der 6,5 Kilometer lange Weg ist in drei Stunden zu wandern. Auf der Heimfahrt legten wir noch eine Kaffeepause am Arbersee ein.

Adresse der Bergbahn: Arberstraße 1, Bayerisch-Eisenstein. Die Gondeln sind auch mit Rollstuhl benutzbar.

Rachel-Wanderung

Da die Parkplätze im Nationalpark Bayerischer Wald mit privatem PKW tagsüber nicht angefahren werden dürfen haben wir auf dem großen P+R in der Konrad-Wilsdorf-Str. 1B, 94518 Spiegelau geparkt. Dort stiegen wir in den sog. Igelbus, der die verschiedenen Ziele im Nationalpark Bayerischer Wald anfährt (an der Bushaltestelle ist ein Igel abgebildet). An der Haltestelle Gfäll stiegen wir aus und starteten unseren Weg steil bergauf Richtung Waldschmidthaus wo schon die erste Brotzeit auf uns wartete 🤣. Überall konnte man sehen, wie zwischen den abgestorbenen Bäumen der neue unbewirtschaftete Wald entsteht! Die Landschaft sieht teilweise richtig bizarr aus. Frisch gestärkt schafften wir nun auch die letzten Meter zu den Felsblöcken des Gipfels und genossen erstmal die wunderschöne Aussicht. Der Abstieg zur hübschen Rachelkapelle, die einen atemberaubenden Blick auf den dunklen Rachelsee bietet, war gekennzeichnet durch viele Felsstufen und atemberaubende Natur. Wer möchte kann auf dem weiteren Weg, der wieder zur Haltestelle Gfäll zurückführt, einen kleinen Abstecher zum See einplanen.

Tour-Daten: Rundweg Auerhahn ca. 10 km, Gehzeit: ca. 4 Std., Höhenunterschied: 500 m.

Wanderung Bayerischer Wald Rachel
Rachelwanderung

Kanzelrundweg im Felswandergebiet Bayerischer Wald

An einem heißen Sommertag entschieden wir uns für diese kleine Rundwanderung, da der Weg fast die ganze Zeit durch einen wunderschönen Bayerischen Urwald führt und somit sehr schattig ist. Immer wieder tauchten riesige Felsbrocken, verwachsene Steintreppen und umgestürzte Bäume auf dem Weg auf. Etwa bei der Hälfte des gut ausgeschilderten Kanzelrundweges machten wir noch einen Abstecher zur großen Kanzel. Der Umweg betrug nur insgesamt zwanzig Minuten und die Aussicht vom Gipfel des Granitfelsens war wirklich schön. Der Weg lohnt sich also auf jeden Fall. Tour-Daten: Rundweg ca. 5 km, Gehzeit: ca. 2 Std., Höhenunterschied: 200 m, Adresse: Parkplatz Felswandergebiet bei Glashütte 48, 94545 Hohenau.

Felswandergebiet Bayerischer Wald
Auf dem Weg zur großen Kanzel

Winterwanderung auf den Lusen

An einem sonnigen Wintermorgen entschieden wir uns spontan dazu, mit unserem kleinen Hund auf den Lusen zu wandern. Es boten sich unbeschreibliche Ausblicke über die Hügel des bayerischen Waldes, die von Nebelschwaden durchzogen wurden. Kurz unterhalb des Gipfels legten wir eine Brotzeitpause im bewirtschafteten Lusenschutzhaus ein. Tipp: den Rückweg kann man mit dem Schlitten antreten, wenn man einen dabei hat! Tourdaten: 400 hm, Gehzeit 1 Stunde bis zum Gipfel. Der Parkplatz liegt am Ortsrand der Ortschaft Waldhäuser und ist gut ausgeschildert.

Sehenswürdigkeiten Nationalpark bayerischer Wald
Ausblick vom Gipfel des Lusen

Sommerweg auf den Lusen

Im Sommer wanderten wir auf einem landschaftlich noch schöneren Weg auf den Felsengipfel des Lusen. Diesmal war der Lusenparkplatz unser Ausgangspunkt. Da dieser schon im Nationalpark liegt darf er allerdings nur vor 9 Uhr oder nach 16 Uhr angefahren werden (ausfahren ist immer erlaubt). Wenn man das nicht schafft, parkt man einfach wieder in Waldhäuser und nutzt den sogenannten Igelbus (ein Shuttlebus des Nationalparks). Vorbei an der Glasarche gelangten wir durch die wunderschöne Landschaft des Nationalparks über die Himmelsleiter auf den mit Felsblöcken übersäten Gipfel. Als Rückweg nutzten wir den wesentlich einfacheren Winterweg. Mit einer Gehzeit von 2 Stunden und 280 Höhenmetern im Aufstieg war es eine sehr entspannte Tour.

Rast auf dem Weg zum Gipfel des Lusen - die Himmelsleiter
Rast auf dem Weg zum Gipfel des Lusen – die Himmelsleiter

Auf den Siebensteinkopf

Die sehr einfach und kurze Rundwanderung auf den Siebensteinkopf führt durch die ursprüngliche Landschaft des Nationalparks bayerischer Wald. Wir parkten am Wanderparkplatz Schwellgraben in Finsterau, der ebenfalls zwischen 9 und 16 Uhr nicht angefahren werden darf. Von dort wanderten wir zur idyllisch gelegenen Reschbachklause, einem kleinen Stausee inmitten wunderschöner Landschaft. Ab hier geht es teils entlang der deutsch-tschechischen Grenze mäßig bergauf bis zum Gipfelkreuz, an dem wir eine gemütliche Brotzeit machten. Der Rückweg über den mit einem Waldkauz markierten Weg führte uns durch Felsen, Treppen und Urlwad-Landschaften wieder zurück zum Ausgangspunkt. Mit 157 Höhenmetern im Aufstieg schafften wir die 4,3 km lange Tour mit Kindern in 1 Stunde 20 Minuten. Wer eine längere Wanderung daraus machen möchte kann nach dem Stausee noch eine Schliefe zur Moldauquelle in Tschechien einbauen

Abstieg vom Siebensteinkopf - der Weg "Waldkauz"
Abstieg vom Siebensteinkopf – der Weg “Waldkauz”

Fürstenhut – eine Wanderung durch die Geschichte

Ein Stück weiter, direkt an der tschechischen Grenze liegt der Parkplatz Wistlberg. Von hier wanderten wir durch den Wald über die Teufelsbachklause nach Tschechien bis zur ehemaligen Ortschaft Fürstenhut (Knize-Ci Plane), bei der wir den alten verwunschen wirkenden Friedhof und die Reste der ehemaligen Kirche besuchten. Nachdem die deutschen Bewohner nach dem Ende des zweiten Weltkriegs vertrieben wurden, wurde wenig später der Rest komplett zerstört und es entstand die sogenannte Sperrzone zwischen Deutschland und Tschechien.

Ruine der ehemaligen Kirche von Fürstenhut
Ruine der ehemaligen Kirche von Fürstenhut

Als Rückweg wählten wir zuerst den Hinweg und bogen dann rechts Richting Bucina ab. Man könnte auch entlang der Teerstraße zurücklaufen, aber wir entschieden uns für den Weg durch Wald und Wiesen. Während der gesamten Wanderung stießen wir immer wieder auf Reste ehemaliger Ansiedlungen und große Informationstafeln, die uns die Geschichte der Region erklärten. Am Ende des Wanderweges machten wir noch einen kurzen Umweg zum Hotel Bucina und genossen auf der großen Terrasse die herrliche Aussicht auf den Nationalpark. Nach der Brotzeit gingen wir über die gleich neben dem Hotel liegende Grenze und kamen nach insgesamt 10km und 2,5 Stunden wieder an unserem Parkplatz an.
Tipp: Der Umweg lohnt sich nicht nur wegen der Aussicht. Auf dem Weg zur Hotelterrasse ist ein kleines Stück der ehemaligen Grenzanlagen ausgestellt, das bei uns für Gänsehaut sorgte.


Weitere Ausflugstipps gibt es in den nächsten Tagen!

Mit diesem Artikel haben wir an der Blogparade von wiraufreise.de teilgenommen.

  1. Hallo ihr beiden!
    Danke für die Tipps! Da wir selbst leidenschaftlich gerne wandern (auch in Deutschland, obwohl wir gerade auf Weltreise sind) sind solche Tipps immer Gold wert. Besonders die Dreisessel-Wanderung im Winter muss ich mir unbedingt merken, wenn hier sogar extra der Weg gepflügt wird. Was ein Service.

    Danke für die tollen Tipps!
    LG aus Chiang Mai,
    Anna

    • Bettina Kainz

      Hallo Anna,

      diese Wanderung ist wirklich einzigartig und sehr empfehlenswert. Wir wünschen euch ganz viel Spaß im schönen Thailand.

      Liebe Grüße
      Manfred und Tina

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