Angekommen am Flughafen in Windhoek liefen wir quer über das Rollfeld, stellten uns in eine nicht allzu lange Warteschlange zur Einreise und waren der Meinung, dass das ja ziemlich schnell gehen würde 🤣. Weit gefehlt! Nach über einer Stunde waren wir aber endlich an der Reihe. Nun noch schnell den Mietwagen (Mietwagen-Preisvergleich für Windhoek*) abholen und auf in die Kalahari – soweit zumindest der Plan! Aber obwohl nur zwei Personen vor uns standen und es zwei offene Schalter gab dauerte es auch hier fast eine geschlagene Stunde 🤣. Wir deckten uns noch kurz mit Wasser und einer Datenkarte ein bevor wir zu unserem Auto gebracht wurden. Mit einer gründlichen Einweisung inklusive Filmvorführung starteten wir nach über drei Stunden (!) endlich unser Abenteuer Namibia. 

Von Windhoek in die Kalahari

Vorbei an wunderschönen Landschaften und riesigen Nestern der Webervögel direkt neben der C23 fuhren wir Richtung Kalahari. Der Sand wurde immer rötlicher und die Landschaft veränderte sich immer mehr. Und plötzlich waren wir inmitten der kleinen roten Dünen der Kalahari.

Nest der Webervögel
Nest der Webervögel
Auf dem Weg in die Kalahari
Auf dem Weg in die Kalahari

In der Ferne sahen wir hier eher seltene Regenwolken, die fantastische Fotomotive in den Himmel zauberten. Wir freuten uns schon auf einen kleinen Spaziergang auf dem Gelände unserer Gästefarm in Hoachanas, da platzte doch tatsächlich unser Reifen 😳. Also raus aus dem Auto, Koffer ausladen um an das Werkzeug zu kommen und los ging’s. Sollte ja gleich erledigt sein 🤣. Aber nicht nur, dass es genau jetzt direkt über uns zu regnen anfing (in der Kalahari !) – auch der Wagenheber war leider nicht hoch genug. Hilfe rufen konnten wir natürlich auch nicht, da es selbstverständlich keinen Empfang gab. Aber wir sind ja erfinderisch, also hieß es unter der Felge ein Loch in die Sandstraße graben bis der Reifen auf die Felge passte. Während mein Mann den Reifen montierte fotografierte ich für ihn den malerischen Sonnenuntergang 🤣.

Abendstimmung in der Kalahari
Abendstimmung in der Kalahari
Sonnenuntergang in der Kalahari
Sonnenuntergang in der Kalahari

Zwischenzeitlich war es völlig dunkel geworden und wir erreichten total kaputt die Farm*. Doch damit war das Chaos wider Erwarten noch nicht zu Ende: Der Inhalt eines Koffers war völlig durchnässt und wir waren erstmal damit beschäftigt Wäsche aufzuhängen.

Über faszinierende Bergpässe zur Namib Wüste

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns auf den Weg nach Sesriem. Nach vielen Recherchen entschieden wir uns gegen den kürzeren aber vergleichsweise eintönigen Weg über Mariental und fuhren stattdessen zuerst zurück nach Rehoboth und dann über Bergpässe mit atemberaubenden Aussichten nach Sesriem (die Route könnt ihr in der Karte sehen). Bei den Straßenverhältnissen waren wir mehr als beruhigt, dass wir noch einen zweiten Reservereifen hatten! Besonders das letzte Stück der Straße war in einem katastrophalen Zustand. In Sesriem angekommen ließen wir uns in der Tankstelle einen neuen Reifen montieren und bezogen unser kleines Häuschen in der Dune Lodge*. 

Über den Bergpass nach Sesriem
Über den Bergpass nach Sesriem

Sundowner im Namib Naukluft Park

Für abends hatten wir schon von Deutschland aus eine Sundowner Tour beim Hotel gebucht. Unser Guide fuhr uns im offenen Geländewagen in Begleitung vieler Antilopen und süßer Erdhörnchen zu einem fantastischen Aussichtspunkt und wir genossen mit Snacks und kalten Getränken den magischen Sonnenuntergang über der mehr als beeindruckenden Wüstenlandschaft. Jetzt verstehen wir, warum diese Zeit die schönste Stunde der Namib genannt wird.

Sonnenuntergang über der Namib
Sonnenuntergang über der Namib

Sossusvlei und Deadvlei – ein besonderes Erlebnis 

Auch für den Besuch der Vleis hatten wir uns für eine geführte Tour entschieden, da der letzte Teil des Weges nur aus Sand besteht und sehr schwierig zu fahren ist. Alternativ hätte es für diese Teilstrecke ein Shuttle gegeben, was allerdings oft mit Wartezeiten verbunden gewesen wäre. Ganz früh am nächsten Morgen starteten wir also mit demselben Guide unseren Ausflug in die Namib Wüste. Schon vor Sonnenaufgang standen wir in der Autoschlange vor dem Tor des Namib Naukluft Parks. Da wir mitten in der Wüste waren war es auch dementsprechend kalt und wir waren froh, uns dick eingepackt zu haben! Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir am ersten Aussichtspunkt angekommen und konnten die Magie in Ruhe genießen. Auf dem Weg ins Sossusvlei erklärte uns unser Guide viel über die Entstehung der Wüste, die Tiere und die Vegetation und hielt für uns an jedem Highlight der Wüste – er kannte wirklich die schönsten Fotospots. Angekommen in der von wunderschön Dünen umgebenen Salz-Ton-Pfanne des Sossusvlei packte er ein wundervolles Frühstück aus, das wir in dieser traumhaften Umgebung in Ruhe genießen durften.

Die Dünen der Namib
Die Dünen der Namib
Ankunft im Sossusvlei
Ankunft im Sossusvlei

Nach der Pause fuhren wir zum nächsten landschaftlichen Highlight, dem Deadvlei: Die seit hunderten Jahren toten und von der Wüste konservierten Kameldornbäume bildeten einen unglaublich schönen Kontrast zur hellen Salzpfanne und den roten Dünen! Natürlich mussten wir trotz der mittlerweile herrschenden Hitze auf die riesige Big Daddy Düne und die Mühe hat sich mehr als gelohnt: Der Ausblick über die Namib und das Deadvlei waren schlichtweg atemberaubend. Und der Weg nach unten über die Steilseite der Düne hat auch noch riesigen Spaß gemacht!

Big Daddy Düne im Deadvlei
Big Daddy Düne im Deadvlei
Kameldornbäume im Sossusvlei
Kameldornbäume im Sossusvlei

Wieder zurück in der Lodge wollten wir sofort Richtung Swakopmund aufbrechen. Die Betonung liegt auf „wollten“, denn der neue Reifen war platt! Also wieder in die Tankstelle um die Ecke, in der sich herausstellte, dass der Reifen völlig in Ordnung war,  nur das Ventil ließ Luft entweichen. Hatten die doch tatsächlich am Tag zuvor einen neuen Reifen montiert und das Ventil vom geplatzten eingesetzt 🤣. Also neues Ventil gekauft, Reifen wieder montiert und los ging’s nach Swakopmund

Hier geht es zur Übersicht der verschiedenen Stationen unseres Roadtrips inklusive Tipps und Infos.

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