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Südafrika – ein lang ersehnter Traum wird wahr

Kapstadt

Nach einem langen Flug waren wir endlich in der Stadt, von der wir schon so viele Jahre träumten – Capetown. Kaum waren wir in unserem Guesthouse angekommen machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zur weltbekannten V & A Waterfront. Hier erwartete uns eine kaum in Worte zu fassende Atmosphäre, die uns sofort in ihren Bann zog. Es war noch viel unglaublicher, als wir es erwartet hatten und zu guter letzt konnten wir im Hafen sogar noch Robben beobachten! Von hier starteten wir mit dem Sightseeingbus, um uns einen ersten Überblick über diese besondere Stadt zu verschaffen. Am Tafelberg angekommen starteten wir unser erstes Kapstadt-Abenteuer: Bei herrlichem Wetter und super Fernsicht fuhren wir mit der sich drehenden Gondel auf den Gipfel dieses einzigartigen Berges. Die Ausblicke waren unbeschreiblich und wir sahen auf unserer Wanderung neben der Nationalblume Protea auch viele der wirklich sehr niedlichen Klippschliefer. Drei Stunden später setzten wir die Runde mit dem Bus fort und verbrachten den Abend an der Waterfront. Die Tickets* für den Hopp-on-hopp-off Bus haben wir schon von zuhause aus gebucht und sparten uns so das Anstellen!

Am nächsten Morgen wurden wir von unserem Guesthouse zu einer Tour auf die Kaphalbinsel abgeholt, die wir ebenfalls schon von Deutschland aus gebucht hatten. Wir fuhren die malerische Küstenstraße Chapman’s Peak Drive entlang und kamen so mit Stopps bei den zwölf Aposteln und an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Sentinel zum Kap der guten Hoffnung. Natürlich durfte auch der Halt beim Cape Point nicht fehlen, vor dessen Klippe mit dem Leuchtturm der Atlantische Ozean auf den Indischen trifft.

12 Apostel Kapstadt
Die zwölf Apostel
Kaphalbinsel Südafrika
Cape Point Südafrika

Nachmittags besuchten wir noch die bezaubernden Pinguine am Boulders Beach, die einfach nur wundervoll waren. Zum Schutz der Tiere durften wir hier nur noch auf Holzstegen laufen, die Pinguine 🐧 waren allerdings äußerst neugierig und kamen ganz nahe an uns heran!

Pinguine Kapstadt
Boulders Beach

Auf der Rückfahrt nach Kapstadt besuchten wir noch den Botanischen Garten, der einige wirklich zauberhafte Ecken zu bieten hat. Die Tagestour* war ein voller Erfolg und dank des Guides zudem sehr entspannt und informativ.
Die für unseren letzten Tag geplante Fahrt auf Robben Island fiel leider ins Wasser, da wegen des Windes keine Schiffe fuhren. Aber in Kapstadt gab es genügend zu erkunden. Wir machten uns ein wenig enttäuscht zu Fuß auf den Weg in die Altstadt, wurden im Company’s Garden von frechen Eichhörnchen verfolgt 😊 und kamen gerade rechtzeitig zur Schlüssel-Zeremonie der historisch gekleideten Wachen am geschichtsträchtigen Castle of Good Hope an, das wir auch gleich besichtigten. Quer durch verschiedene Märkte und Seitenstraßen schlendernd kamen wir mit unglaublich vielen neuen Eindrücken glücklich und zufrieden zurück zu unserer Unterkunft. Tief bewegt von Kapstadt und den Menschen starteten wir abends mit dem Flugzeug nach Johannesburg.

Krüger Nationalpark

An diesem Morgen sollte er sich endlich erfüllen, unser Traum von einer Safari. Wir warteten voller Vorfreude um sechs Uhr morgens in unserem Hotel in Johannesburg auf den Fahrer von Nomad Tours, der uns zum Treffpunkt mit den anderen Teilnehmern bringen sollte (ursprünglich war als Treffpunkt das Hotel neben unserem vereinbart, was aber kurzfristig geändert wurde 🙁 ). Als nach einer Stunde immer noch keiner da war fingen die Hotelmitarbeiter an, zu telefonieren. Es stellte sich heraus, dass wir einfach vergessen wurden! Nach einer weiteren halben Stunde ging es dann aber doch endlich los. Kurze Zeit später starteten wir mit einem Safaritruck Richtung Krüger Nationalpark und schon auf der Fahrt dahin gab es ganz viel zu entdecken. Am späten Nachmittag erreichten wir unser eingezäuntes Quartier direkt am Park und hatten nach einer kurzen Pause sofort unsere erste Jeep-Safari, die bis in die Nacht hinein dauerte. Wir sahen noch nicht viele Tiere, aber die Landschaft und vor allem das Licht waren noch viel schöner, als wir es uns vorher ausgemalt hatten! Das einzige was wir etwas unterschätzt hatten war die eisige Kälte sofort nach Sonnenuntergang – also unbedingt warm einpacken! Nach den ersten Eindrücken vom Park war abends ein Buffet mit einer Tanzveranstaltung organisiert. Eigentlich ist das ja nicht so unser Fall, aber ich muss zugeben, dass es wirklich toll war. Die nächsten beiden Tage gehörten ganz dem Krüger-Park. Wir mussten bereits um fünf Uhr morgens startklar sein für die Safari! Für mich als Langschläfer war das echt eine große Herausforderung, aber es hat sich definitiv mehr als gelohnt. Wir erlebten den schönsten Sonnenaufgang unseres Lebens.

Krüger Nationalpark
Landschaft im Krüger Nationalpark

Während der beiden Tage durften wir ganz viele verschiedene Tiere (außer Löwen) aus nächster Nähe erleben und es war jedes einzelne Mal ein kaum in Worte zu fassendes Erlebnis. Besonders aufregend war der Moment, als ein riesiger wütender Elefantenbulle direkt auf unseren Jeep zukam – da wurde uns schon kurzzeitig etwas komisch 🙂 .

Zebra Nationalpark Südafrika
Zebra im Krüger Nationalpark
Elefant Nationalpark Südafrika
Elefantenbulle
Safari im Krüger Park
Antilope

Blyde-River-Canyon

Am nächsten Morgen ging es weiter zum Blyde-River-Canyon, der eine außergewöhnliche Naturerscheinung an der Panoramaroute 70 Kilometer westlich vom Krüger Nationalpark ist. Mit seinen 26 Kilometern Länge ist er der drittgrößte Canyon der Welt und mit Sicherheit auch einer der schönsten! Entlang der bis zu 800 Meter tiefen Schlucht hielten wir an drei Fotostopps, die man unbedingt gesehen haben muss. Der erste wird God’s Window genannt und hier ist der Name auch Programm: die Aussichten auf die steilen Felswände der Drakensberge und in die Täler waren wirklich göttlich. Dem Wegweiser Richtung Rainforest folgend standen wir nach wenigen Minuten mitten in einem kleinen wundervollen Regenwald, hinter dem eine spektakuläre Hochebene darauf wartete, erkundet zu werden. Beim zweiten Halt, den Bourke’s luck potholes waren natürlich die Sprudellöcher im Felsen das Highlight, das man von den Brücken über der tiefen Schlucht bewundern konnte.

Blyde River Canyon
Bourke’s luck potholes

Aber das war noch längst nicht alles – wir folgten dem Weg weiter und gelangten zu beeindruckend schönen Wasserfällen und konnten sogar unsere Füße im Fluss abkühlen! Wenn man hier meint, dass es nicht mehr spektakulärer geht wird man beim dritten Aussichtspunkt eines Besseren belehrt. Der Blick in den Canyon, auf die Felsformation der Three Rondalves und den Blyde River, der in einer Schleife um einen Felsen fließt verursachte uns Gänsehaut!

Blyde River three Rondalves
Three Rondalves

Mit all diesen Eindrücken ging es im Truck wieder zurück nach Johannesburg, wo wir am späten Abend nach einer teilweise sehr rasanten Fahrt wieder am Treffpunkt ankamen. Nun stand uns noch ein Abenteuer bevor: der Fahrer, der uns zum Hotel bringen sollte, wusste nur, wie man zum Flughafen gelangt! Und obwohl keiner unserer Gruppe dahin wollte, mussten wir hier dennoch einen Stopp einlegen, da er nach dem Weg zum Hotel fragen musste. Nach weiteren drei Stopps an Tankstellen und Hotels kamen wir nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch an unserem Hotel an. Zum krönenden Abschluss lief unser Fahrer hinein und fragte den Portier nach dem Weg zu unserem Hotel, in dem er sich ja gerade befand 🤣.
Alles in allem würde ich aufgrund der fehlenden Organisation das nächste Mal mit Sicherheit eine andere Agentur für diesen Trip buchen, aber das Erlebte war einmalig und unbeschreiblich faszinierend.

Johannesburg

Nach einer erholsamen Nacht hatten wir zum Abschluss noch eine Tour durch Johannesburg gebucht, da es uns zu gefährlich war, alleine loszuziehen. Auch diesmal kam niemand, um uns abzuholen. Kein Witz, es begann das gleiche Prozedere wie bei der Safari 🤣. Schließlich ging es doch irgendwann los und unser Fahrer war wirklich toll und sehr bemüht, uns die Geschichte Südafrikas näher zu bringen. Er hat uns in das Township Soweto gebracht, das als Zentrum des Widerstands gegen die Apartheid gilt und in dem neben vielen anderen geschichtsträchtigen Plätzen und Gebäuden das Nelson-Mandela-Haus steht. Weiter ging es auf die Aussichtsplattform des Carlton Center mit unglaublichem Blick auf Johannesburg, den Constitution Hill und in das Apartheid-Museum. Diese wenigen Stunden haben wir so viele bewegende Dinge gehört und gesehen, dass wir tief beeindruckt und sehr nachdenklich den Rückflug antraten. Fazit: eine Tour durch Johannesburg können wir jedem wirklich nur ans Herz legen – die Stadt ist zwar nicht besonders schön, aber voll von Geschichte und bewegenden Schicksalen.

Wer noch mehr Afrika – Erlebnisse lesen will findet bei uns auch Namibia (in Arbeit), Simbabwe und Botswana.

*Affiliate-Link: wenn du die Tour buchst, die wir getestet haben und empfehlen erhalten wir einen kleinen Anteil als Provision.

  1. Nun freue ich mich noch mehr auf meine Südafrika-Tour, die in knapp 4 Wochen los geht. Es ist fast die gleiche Tour, nur andersrum. Dann bin ich jetzt mal richtig gespannt, was iich wohl für Tiere sehe. Auf die Pinguine freue ich mich besonders! Liebe Grüße Gabriela

    • Bettina Kainz

      Die waren auch besonders süß 😍. Bestimmt wird dich Afrika genauso sehr begeistern wie uns. Wir planen für nächstes Jahr schon wieder eine Reise in dieses wundervolle Land. Wir wünschen dir ganz viel Spaß und vor allem tolle Erfahrungen!
      LG
      Tina und Manfred

  2. Tolle Safari-Bilder habt ihr – vor allem der Elefant ist klasse! 🙂
    Oh man, wir haben uns auch direkt in Südafrika verliebt und bekommen bei eurem Artikel direkt SA-Fernweh. Thailand ist gerade aber auch nicht schlecht… 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Jenny

    • Bettina Kainz

      Thailand ist wirklich toll 😍. Viel Spaß und genießt die Sonne, hier ist es gerade kalt und regnerisch.
      LG
      Tina

  3. Tolle Fotos habt ihr mitgebracht. Besonders die Pinguine am Boulders Beach haben mich begeistert. Die schauen ja zu goldig aus.

    Würde ich mir sehr gerne auch mal in Natura anschauen.

    Liebe Grüße, Clarissa

    • Bettina Kainz

      Die sind aber auch wirklich zu goldig gewesen. Wir haben denen bestimmt eine Stunde lang einfach nur zugeschaut.

  4. Schöne Bilder von der Safari im Krüger habt Ihr mitgebracht! Und nächstes Mal fahrt Ihr dann bestimmt selber, oder? Ich finde ja eine Selbstfahrer-Safari am schönsten, weil man da anhalten kann, wo man möchte. Schön, dass es Euch in Südafrika gefallen hat!

    • Bettina Kainz

      Wir sind nächstes Jahr in Namibia als Selbstfahrer unterwegs und freuen uns tatsächlich schon sehr darauf!

  5. Wäre ich schon in Südafrika gewesen, würde meine Beitragsüberschrift wohl genauso lauten wie deine. Südafrika steht schon seit über 10 Jahren auf meiner Reiseliste und immer noch nicht habe ich es in dieses wunderschöne Land geschafft. Deine Fotos bereiten mir wieder mal großes Fernweh. Besonders beeindruckend ist dein Foto “Bourke’s luck potholes” das werde ich auf meine Liste setzen !
    Liebe Grüße, Veronika

  6. Südafrika ist auch noch ein großer Traum, bei dem schönen Artikel kommt direkt wieder das Fernweh hoch ☺️ Aber ich hab so das Gefühl, lange wird’s nicht mehr dauern…

  7. Hallo Tina,
    das sind sehr schöne Eindrücke von Südafrika! 🙂

    Wir werden dieses Jahr bald auch das erste Mal dort hinfliegen. Bei uns ist Kapstadt und die Garden Route inkl. Safaris im Addo Elephant Nationalpark und einem privaten Game Reserve geplant. Alles auf eigene Faust als Mietwagenrundreise geplant. Bin schon super gespannt! 😀

    Liebe Grüße
    Iris von Ich Reise Immer So

    • Bettina Kainz

      Hört sich gut an, das wird bestimmt toll. Wir planen auch schon wieder unsere nächste Afrika-Reise! Wenn man einmal da war, will man immer wieder hin 😍

  8. Hallo Tina,
    wenn ich mir das so durchlese, dann hattet ihr ja einige Hürden, um endlich zu diesen tollen Eindrucken zu kommen. Ich hab immer so meine Problem mit organisierten Touren, weil man sich nie die Zeit nehmen kann, die man für einen bestimmten Ort vielleicht braucht oder ausharren muss, wenn es einen nicht wirklich umhaut.
    Meinst Du, man kann diese Tour auch mit dem eigenen Auto machen? Wir überlegen tatsächlich, ob Süd-Afrika nicht auch mal eine Option für uns wäre.
    Liebe Grüße

    Alex

    • Bettina Kainz

      Hallo Alex,

      wir machen solche Touren auch nur noch sehr selten, es war nur eine unserer ersten Urlaubsreisen überhaupt! Südafrika kannst du super als Selbstfahrer machen. Wir erkunden heuer auch Namibia und Botswana mit dem Mietwagen. Nur in Johannesburg würde ich euch einen Guide empfehlen, da es ansonsten schnell sehr gefährlich werden kann.

      LG
      Tina

  9. Südafrika ist auch ein großer Traum von uns, den wir uns hoffentlich in nächster Zeit mal erfüllen werden. Dein Beitrag macht mir jetzt grade aktuell wieder richtig Lust drauf, die Bilder von der Safari sind auch total genial 🙂

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