Als wir am späten Nachmittag in unserem Hotelzimmer in Schönau am Königssee ankamen konnten wir unser Glück kaum fassen. Wir konnten direkt von unserem kleinen Balkon auf den wunderschönen smaragdgrünen See schauen, der wie ein norwegischer Fjord inmitten einer märchenhaften Berglandschaft eingebettet ist. Wir saßen den ganzen Abend einfach nur da und bewunderten den Bergsee. In den nächsten vier Tagen erkundeten wir unsere persönlichen 4 Highlights rund um den Königssee.

Ausflug nach St. Bartholomä

Am nächsten Morgen wurden wir von Nebelschwaden begrüßt, die sich langsam über dem See auflösten und der Sonne Platz machten – ein wundervolles Schauspiel. Nach dem Frühstück nahmen wir eines der ersten Elektroboote, das uns zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä brachte. Auf dem Weg dahin hält jedes Boot inmitten des Sees und ein Mitarbeiter bläst in ein Flügelhorn, um ein sich mehrfach wiederholendes Echo zu erzeugen – Gänsehaut. Auf der Halbinsel mit der süßen kleinen Wallfahrtskirche angekommen wanderten wir mit fantastischen Aussichten auf Wasser und Berge einmal rund um die Halbinsel, bevor wir im Biergarten an der Anlegestelle bei frischem Fisch eine Pause in der Sonne einlegten.

Tipp: Von der Wallfahrtskirche aus führt ein etwa 2-stündiger Weg bis zur berühmten Eiskapelle. Dabei handelt es sich um ein permanentes Eisfeld, in dessen Innerem sich ein Hohlraum befindet. Man sollte allerdings beim Betreten bedenken, dass die Höhle immer einstürzen kann, also Lebensgefahr besteht.

St. Bartholomä im Königssee
St. Bartholomä am Königssee

Da die Schiffe Anfang November leider nur bis hierhin fahren konnten wir die Salet Alm nicht besuchen. Da man von der Alm aus eine wundervolle Wanderung zum Obersee und zum Röthbach-Wasserfall unternehmen kann werden wir also mit Sicherheit wieder kommen!

Alle wichtigen Informationen zur Schifffahrt könnte ihr dem Fahrplan entnehmen.

Tipp: Wenn ihr zum bekannten natürlichen Pool im Königsbach Wasserfall wollt bedenkt bitte, dass der Weg nicht ganz einfach ist, also unbedingt zumindest gutes Schuhwerk tragen. Das Baden im Pool ist nicht ganz ungefährlich und wird von den Einheimischen auch sehr ungern gesehen. Wenn ihr dem Rundgang Malerwinkel folgt kommt ihr zu einem Schild Richtung Rabenwand. Dem Weg folgend gelangt ihr nach etwa einer Stunde zum Pool.

Auf den Aussichtsberg Jenner

Natürlich durfte bei unserem Besuch am Königssee auch ein Besuch auf dem Gipfel des Jenner nicht fehlen, der einen unvergleichlichen Blick auf den Watzmann und den Bergsee eröffnet, der sogar als “Königsblick” bezeichnet wird. Mit der Seilbahn fuhren wir zur Bergstation auf 1800 Meter und wurden von einer spektakulären Rundumsicht begrüßt. Wir machten uns sofort auf den Weg zur Aussichtsplattform am Gipfel, die wir nach 15 Minuten schon erreicht hatten und genossen in der Sonne sitzend das unglaubliche Panorama. Nach einer kleinen Wanderung und einer deftigen Brotzeit in der Bergstation kehrten wir mit der Seilbahn wieder zur Talstation zurück. Alle Informationen zur Bahn und den möglichen Wanderwegen findet ihr auf der Homepage der Jennerbahn.

Parkplatz: Jennerbahnstraße 1, 83471 Schönau am Königssee

Der Königsblick vom Jenner
Der Königsblick vom Jenner

Geschichte erleben auf dem Obersalzberg

Das Obersalzberg war ab 1923 Hitlers Feriendomizil und wurde nach 1933 sogar als zweiter Regierungssitz genutzt. Heute befindet sich dort ein Dokumentationszentrum. Auf dem Berg daneben wurde 1938 dann das Eagle`s Nest – wie das Kehlsteinhaus auch genannt wird – fertiggestellt, das heute als Berggasthof genutzt wird.

Wir fuhren mit dem Pendelbus vom Parkplatz des Dokumentationszentrums (Salzbergstraße 41
83471 Berchtesgaden) die knapp 7 Kilometer lange und sehr steile Straße zum Kehlsteinhaus nach oben. An der Endhaltestelle angekommen mussten wir durch einen 124 Meter langen Tunnel laufen, der in das Felsmassiv geschlagen wurde, um mit einem messingverkleideten Aufzug direkt in das Kehlsteinhaus zu gelangen. Nach dieser einzigartigen Anreise oben angekommen liefen wir erstmal zum Gipfelkreuz, von dem wir eine gigantische Aussicht auf die umliegende Berglandschaft und auf das Eagle`s Nest hatten.

Alle nötigen Informationen findet ihr auf einer der folgenden Seiten: Dokumentationszentrum und Kehlsteinhaus.

Blick auf das Kehlsteinhaus
Blick auf das Kehlsteinhaus

Durch die Wimbachklamm zum Jagdschloss

Vom Parkplatz aus gingen wir der Beschilderung zur Klamm folgend bis zu einem kleinen Laden, hinter dem ein Automat steht, an dem man eine Wertmarke für die winzig kleine, aber trotzdem sehr schöne Wimbachklamm lösen muss.

An den steilen Felswänden der Klamm laufen unzählige kleine Wasserfälle in den hellblauen Gebirgsfluss, der neben den Holzstegen entlangläuft. Und auch wenn es nur etwa 200 sind, so ist das Schauspiel doch nicht weniger beeindruckend. Am Ende des Weges hat man auf einer Brücke über dem Wimbach eine fantastische Sicht auf das fast unwirkliche blaue Wasser des Flusses.

Wimbachklamm
Wimbachklamm

Wir folgten dem Schotterweg entlang des mächtigen Schuttstromes weiter bis zum Wimbachschloss, einem ehemaligen Jagdschloss von Prinzregent Luitpold, das heute als Gasthaus genutzt wird.

Tourdaten:

  • Parkplatz: Wimbachweg 1, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden
  • Gehzeit insgesamt: 3,5 Stunden
  • Länge: 9,3 Kilometer
  • 350 Höhenmeter

Wer noch Zeit und Kondition übrig hat kann noch einen Abstecher zum idyllischen Hintersee machen. Der Rundweg um den See bietet viele schöne Aussichten und ist mit 2,5 Kilometern Länge gut in einer Stunde zu schaffen. Parken kann man an der Hinterseer Str. 46 in 83486 Ramsau.

Weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps für Berchtesgaden findet ihr bei Biggi und Flo. Vielleicht interessieren euch auch Wanderungen bei Salzburg, Garmisch oder im Salzkammergut.