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Roadtrip durch Irland – Tipps und Infos

Drei Tage Dublin – Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps

Die erste große Herausforderung unseres Irlandurlaubes wartete sofort nach der Landung auf uns: wir stürzten uns mit dem Mietwagen direkt in den Linksverkehr 😳, doch mein Mann meisterte das schon nach den ersten paar Metern wirklich gut. Im Hotel mitten in der Partymeile Temple Bar angekommen besichtigten wir erst einmal die Gegend rund um das wunderschöne Trinity College, da wir für später online Eintrittskarten vorgebucht hatten. Das viel gepriesene Book of Kells fanden wir dabei nicht ganz so spannend wie erwartet, aber der Long Room der alten Bibliothek mit den unzähligen Bücherreihen war unglaublich beeindruckend. Wir fühlten uns wie in einem Harry Potter Film! Nach der Erkundung der anderen Flussseite hatten wir auch schon den nächsten äußerst wichtigen Termin: Tasting im Irish Whiskey Museum*! Ich fand es nicht ganz so spannend, aber mein Mann war restlos begeistert, vor allem, da er auch meine Gläser trinken durfte 🤣. Nach dem Abendessen (hierzu findet man online unglaublich viele Restaurant-Gutscheine) fielen wir erschöpft ins Bett.

Kathedrale Dublin
Christ Church Cathedral Dublin

Nach dem Frühstück standen vormittags die Kirchen und das Dublin Castle auf unserem Programm, wobei die von außen sehr eindrucksvolle Christ Church Cathedral den teuren Eintritt wirklich nicht wert ist, denn im Inneren kann man nur einen kleinen und nicht gerade besonderen Teil besichtigen. Nach einer Runde mit dem Sightseeingbus* (hier könnte man noch am Guinness Storehouse aussteigen), die sich mehr als gelohnt hat wagten wir uns wieder in den Verkehr. Über einen kurzen Stopp bei den Hills of Tara, die nicht unbedingt viel zu bieten haben, ging es zu dem uralten Grab von Newgrange. Schon bei der Ankunft am Visitor Center waren überall Schilder zu lesen, dass alles ausverkauft ist und wir waren echt froh, schon Tickets im Voraus gebucht zu haben. Am Schalter hieß es dann allerdings, dass unsere Führung erst zwei Stunden später starten würde als geplant. Da wir nicht einfach nur sinnlos rumsitzen wollten fuhren wir zur nahen Klosterruine Monasterboice, um das wunderschöne und größte Hochkreuz Irlands zu bestaunen. Wieder zurück im Visitor Center von Newgrange gingen wir zum Shuttlebus und lernten zwei nette Jungs aus Berlin kennen, die extra mit dem Zug aus Dublin angereist waren und vergebens versucht hatten, noch ein Ticket zu bekommen. Also unbedingt mehrere Tage vorher buchen! Am Grab angekommen startete die Führung, bei der man sogar das Innere des Ganggrabes besichtigen darf – eine äußerst eindrucksvolle und einzigartige Erfahrung. Wieder zurück am Parkplatz sahen wir die Jungs von vorher sitzen und nahmen sie mit zurück nach Dublin. Die Fahrt war unglaublich unterhaltsam und wir hängen jetzt sogar an einer Selfiewand in Berlin 🤣. Den Abend verbrachten wir selbstverständlich in Temple Bar.

Alte Grabanlage bei Dublin
Ganggrab von Newgrange

Am letzten Tag in Dublin machten wir einen Ausflug nach Glendalough in den Wicklow Mountains, besichtigten das alte malerisch gelegene Kloster und wanderten bis zum Upper Lake.

Kloster Irland
Kloster Glendalough in den Wicklow Mountains
See bei Glendalough
Upper Lake in den Wicklow Mountains

Nächster Stopp: Ring of Kerry

Auf dem Weg nach Glencar am Ring of Kerry hielten wir zuerst am Rock of Cashel, den man schon bei der Anfahrt majestätisch über der Ebene thronen sieht. Allein dieser Anblick war die Anreise schon wert! Doch auch ein Spaziergang auf dem Gelände enttäuschte uns nicht, es boten sich viele schöne Fotomotive und herrliche Ausblicke. Da Killarney direkt auf unserer Route lag hielten wir auch noch am imposanten Muckross House und schlenderten hinunter zum See, den wir zwar schön, aber nicht unbedingt den Umweg wert fanden.

Burg in Irland
Rock of Cashel

Die restliche Fahrt zum Hotel in Glencar gestaltete sich mehr als abenteuerlich. Die Straßen waren so eng, dass zwei Autos nicht aneinander vorbei passten und man ständig auf Ausweichstellen angewiesen war. Nach einiger Zeit hatten wir uns aber daran gewöhnt und konnten die wunderschöne Landschaft um uns herum in vollen Zügen genießen. Wir waren froh, ein Hotel abseits des Ring of Kerry gebucht zu haben, sonst hätten wir diese Erfahrung mit den einmaligen Passstraßen niemals machen können.

Der nächste Morgen bedeutete leider sehr frühes Aufstehen, da wir bereits um sieben los mussten 😔. Schon Monate im Voraus hatten wir einen Platz für eine Landingtour auf der Insel Skellig Michael gebucht. Da die Besucherzahlen streng limitiert sind hatten wir echtes Glück, eine Karte bekommen zu haben. In Portmagee gingen wir aufs Boot und sahen schon bei der Überfahrt zur Insel mehrere Delfine 🐬. Nach der Ankunft auf Skellig Michael standen uns 600 Stufen bis zum Gipfel bevor, auf dem sich die Reste eines uralten Klosters befinden. Sowohl der anstrengende Aufstieg (Wanderschuhe einpacken!) als auch das frühe Aufstehen haben sich allerdings mehr als nur gelohnt, die Insel war einfach nur traumhaft und zum Abschluss haben wir sogar noch Papageitaucher entdeckt.

Kloster Irland
Weg zum Kloster von Skellig Michael

Vor der Rückfahrt fuhren wir noch um die nebenan liegende Little Skellig herum, auf der sich eine der größten Basstölpelkolonien der Welt befindet – ein atemberaubender Anblick. Zurück im Hafen wurden wir zu guter letzt auch noch von Robben begrüßt – wenn das mal kein gelungener Ausflug war 😍.

Boottrip Irland
Little Skellig

Aufgrund eines Tipps vom Hotel hielten wir noch bei den nahegelegenen Cliffs of Kerry und haben es nicht bereut. Die restliche Strecke vom Ring of Kerry fanden wir nicht so aufregend, wie es überall beschrieben wird, aber das kleine Städtchen Kenmare, das sogar einen kleinen Steinkreis besitzt, hat uns so gut gefallen, dass wir gleich zum Abendessen blieben.

Steilküste am Ring of Kerry
Cliffs of Kerry

Cliffs of Moher und Galway

Bei wirklich schlechtem Wetter starteten wir zu den Cliffs of Moher und wurden schon an der Kasse damit begrüßt, dass die Aussicht heute gleich null wäre und deswegen die Tickets zwei Tage gelten würden. Und tatsächlich konnten wir vom ersten Aussichtspunkt aus absolut nichts erkennen. Trotzdem entschieden wir uns, zum zweiten Punkt zu wandern und völlig unerwartet löste sich der dichte Nebelschleier vor den Klippen für etwa eine halbe Stunde plötzlich auf 😊. Die Aussicht auf die Cliffs war gigantisch! Überglücklich setzten wir unseren Weg zum Burren Nationalpark fort.

Der Boden des Nationalparks ist übersät mit großen Kalksteinplatten, was ein überaus surrealer und fesselnder Anblick war. Unser Ziel inmitten dieser einzigartigen Landschaft war der Poulnabrone Dolmen, den eine magische Aura umgab.

Dolmen im Burren Nationalpark
Poulnabrone Dolmen

Direkt neben der Straße nach Galway entdeckten wir das fotogene Dunguaire Castle und wir konnten gar nicht anders, als zumindest kurz stehen zu bleiben 🤣. Den Abend verbrachten wir in der hübschen bunten Altstadt von Galway und im tollen Ambiente von The Quays Pub mit der in Irland typischen Livemusik.

Londonderry

Als Zwischenstopp für unsere Reise zum Giant’s Causeway in Nordirland hatten wir uns Londonderry ausgesucht, das kurz hinter der Grenze zu Nordirland liegt (Genehmigung des Autovermieters einholen!). Der Rundgang auf der alten sehr gut erhaltenen Stadtmauer bot uns tolle Blicke auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider war das Flair mit den anderen irischen Städten überhaupt nicht vergleichbar, was in ganz Nordirland so bleiben sollte. Dennoch sollte man Londonderry auf keinen Fall verpassen.

Sehenswürdigkeiten Londonderry
Guildhall in Londonderry
Giant’s Causeway und Belfast

Mit einem kurzen Fotostopp am Dunluce Castle, einer Burgruine direkt an der Küste, fuhren wir zum berühmten Giant’s Causeway. Trotz der vorhergesagten Sonne, auf die wir uns schon sehr gefreut hatten, war der Himmel bewölkt und es regnete ab und zu auch kräftig. Nichtsdestotrotz erkundeten wir die fremdartig wirkenden Felsformationen und einige der vielen Wanderwege mit sehr imposanten Ausblicken. Besonders schön war der Aussichtspunkt direkt über dem Giant’s Causeway.

Auf dem Weg nach Belfast durfte natürlich auch die aus Game of Thrones bekannte Kulisse der Dark Hedges nicht fehlen. Die Bregagh Road in Ballymoney ist für den Verkehr gesperrt und wirkte tatsächlich wie aus einer anderen Welt.

Kulisse von Game of Thrones
The Dark Hedges

In Belfast angekommen schien endlich auch die Sonne ☀️ und wir machten eine Stadtrundfahrt* mit Livekommentar, die geschichtlich sehr interessant war und zudem einen tollen Blick auf die Wandbilder des Nordirlandkonfliktes, die sogenannten Murals bot. Sehr nachdenklich gestimmt erkundeten wir noch die Altstadt. Obwohl Belfast an sich nicht besonders schön ist sollte es alleine aufgrund seiner Geschichte bei keiner Irlandrundreise fehlen!

Sehenswürdigkeiten Belfast
Murals in Belfast

Da unser Flug am letzten Tag erst spät nachmittags ging haben wir uns Carlingford als Halt ausgesucht, da es im Internet als besonders sehenswert mit einer traumhaften Küste angepriesen wird. Diese Einschätzung konnten wir absolut nicht teilen und so fuhren wir nach Slane und tranken im Slane Castle umringt von Bildern der berühmtesten Musiker weltweit erstmal einen Kaffee. Wie sich herausstellte spielten diese Bands alle schon vor der zauberhaften Kulisse des Schlosses und waren hier zu Gast. Zur Freude meines Mannes war gleich nebenan auch noch eine Destillery, die wir natürlich unbedingt besuchen mussten 🤣 bevor es zur wunderschönen Ruine auf den Slane Hill ging.

Sehenswürdigkeiten Slane
Ruine Slane Hill

Da wir noch genügend Zeit zur Verfügung hatten blieben wir auch noch am Ganggrab Knowth stehen. Eigentlich darf man es nur mit den Shuttlebussen von Newgrange besuchen, aber wir durften vom Eingangsplatz aus zumindest Fotos machen 😍. Nur fünf Minuten entfernt umrundeten wir anschließend das älteste der Gräber, Dowth, das nicht so erschlossen aber frei zugänglich ist.

Zum Abschluss musste noch ein kurzer Stopp bei der Ruine Mellifont Abbey sein, bevor wir zufrieden unser Mietauto zurückgaben und in den Flieger stiegen.

Wer von Irland begeistert ist, wird von Island bestimmt auch verzaubert sein.

*Affiliate-Link: wenn du die Tour buchst, die wir getestet haben und empfehlen erhalten wir einen kleinen Anteil als Provision.

  1. Sieht nach einem tollen Roadtrip aus! Irland steht auch auf meiner Wunschliste. Danke für den Bericht und die tollen Bilder, macht auf jeden Fall Lust auf das Land.

    Lg aus Norwegen
    Ina

  2. Wow, was für eine tolle Tour mit tollen Bildern! Da sind viele Tipps in deinem Artikel- vielen Dank☺️

  3. Je mehr ich über Irland lese, desto dringender möchte ich dorthin. Gerade Dublin interessiert mich sehr, aber auch die Landschaft mit ihren Dolmen, Klöstern und Burgen und vor allem the Dark Hedges finde ich super!
    Danke für diesen Einblick, der mir einmal mehr gezeigt hat, dass Irland jetzt definitiv sehr weit oben auf meiner Liste stehen sollte!

  4. Toller und hilfreicher Artikel! Mir gefallen solche Ruinen total und da scheint es eine Menge in Irland zu geben 😊 auf jeden Fall muss ich auch mal dort hin!

    Liebe Grüße,
    Chrisi

  5. Hach, Irland ist wirklich schön. Wir waren letztes Jahr dort, haben aber Nordirland nicht besucht. Das muss ich noch mal nachholen.

  6. An Irland hab ich auch traumhafte Erinnerungen! Nur der Norden fehlt mir noch – der Artikel macht richtig Lust darauf!

  7. Leider war ich bisher nur in Dublin, was mich etwas enttäuscht hat. Es war nur ein Wochenendtrip und so konnte ich nicht mehr als die Stadt erkunden. Trotz der Enttäuschung würde ich sehr gerne mehr von Irland sehen und euer Roadtrip klingt toll. Danke für die tollen Tipps und wunderschönen Bilder!

  8. Irland steht auch auf unserer Bucket List und Dein Beitrag macht mir noch mehr Lust darauf! Vielen Dank fürs Inspirieren!
    Viele Grüße von Sanne

  9. Toller Beitrag! Macht richtig Lust auf Irland 🙂

  10. Das ist ja eine tolle Tour. Ich wollte in diesem Jahr mit dem Wohnmobil hinfahren, aber mein Mann hat sich für den Herbst eine andere Tour gewünscht. Aber hier sehe ich, dass das auch in kürzerer Zeit möglich ist. Vielleicht schaffe ich dann doch noch eine Reise nach Irland. Wie lange sollte man mindestens einplanen? Liebe Grüße Katja

    • Bettina Kainz

      Irland lohnt sich auf jeden Fall. Wir waren neun Tage unterwegs und für uns war das perfekt.

  11. Viele Stationen erinnern an meine Reise vor einigen Jahren auf der Insel. Hab einige Tage in Galway verbracht.
    Doch besonders geblieben ist mir Kilfenora. 2 Reisende auf der suche nach einem Bett die am geschlossenen Hostel anklopfen. Der Abend endete dann an einem Dorffest im angrenzenden Pub mit viel Musik und Tanz.

  12. Die Bilder kommen mir alle SEHR bekannt vor 🙂 Ist es nicht ein wundervolles Land? 2017 erfüllte ich mir den Traum einer Irlandrundreise und sah dabei alles, was zur Republik gehört. Für mich waren es die aufregensten Wochen meines Lebens und noch heute zehre ich sehr davon! Ich freue mich darauf, mir deinen Beitrag gleich in Ruhe durchzulesen. Schau auch gern mal bei mir vorbei. Leider fehlen bei mir noch immer die letzten 4 Tage in Dublin^^ Das werde ich im März gleich nachholen, wenn ich meinen Sardinien-Beitrag in Angriff nehme

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