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Sehenswürdigkeiten Berlin

Die besten Tipps für die Sehenswürdigkeiten Berlin

In Berlin und in der näheren Umgebung gibt es so viele Sehenswürdigkeiten, dass ein Urlaub alleine gar nicht ausreicht. Wir waren schon mehrmals in der Hauptstadt Deutschlands zu Besuch und haben immer noch viele Ecken nicht gesehen. Das wurde uns nochmal ganz deutlich bewusst, als wir andere Reiseblogger nach ihren besten Tipps fragten und ganz viele tolle Beiträge erhielten mit Sehenswürdigkeiten Berlin, die wir teils noch überhaupt nicht kannten.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Berlin

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlin kann man wie wir bei unserem ersten Besuch bequem an zwei Tagen erkunden. Wir haben dazu den Sightseeing-Bus genutzt, da wir so nicht nur problemlos von einer Station zur anderen kamen, sondern auch noch während der Fahrt die Stadt bewundern konnten. 

Checkpoint Charlie in Berlin
Checkpoint Charlie in Berlin

Tipp: In Berlin sind die Haltestellen nicht wie in anderen Städten mit einem Schild ausgezeichnet. Es stehen aber an den meisten Mitarbeiter mit Fähnchen in der Nähe.

Wir begannen unseren ersten Tag am geschichtsträchtigen ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie. Der Nachbau des ehemaligen Kontrollhäuschens mit Wachen davor und das Warnschild „Achtung! Sie verlassen den amerikanischen Sektor!“ erzeugten schon ein komisches Gefühl in uns, auch wenn man jetzt Selfies mit den Wachen schießen kann. Das kleine Mauermuseum – Haus am Checkpoint Charlie, das die Geschichte der geteilten Stadt erzählt, hat uns ganz gut gefallen. Wer eine andere Ausstellung zur Geschichte Berlins besuchen möchte hat in der Stadt eine große Auswahl: etwa die Gedenkstätte Hohenschönhausen oder das Erlebnismuseum Story of Berlin; eine Übersicht der Museen findet ihr auf der Homepage der Stadt.

Von hier aus liefen wir zum Gendarmenmarkt, der mit Konzerthaus, Französischem und Deutschem Dom ein architektonisches Highlight von Berlin ist.

Sehenswürdigkeiten Berlin
Dom am Gendarmenmarkt

Tipp: Von der Aussichtsplattform des Französischen Doms hat man eine wunderbare Sicht über die Innenstadt.

Mit dem Bus fuhren wir weiter bis zum Berliner Rathaus. Doch nicht nur das rote Rathaus, sondern auch die Nikolaikirche ist unbedingt sehenswert. Vorbei am Fernsehturm marschierten wir bis zum Alexanderplatz, wo wir eine kleine Pause in der Sonne einlegten.
Für den Weg bis zur Museumsinsel nutzten wir anschließend wieder den Bus. Diese ist übrigens auch ein Pflichtprogramm wenn man keines der hervorragenden Museen besuchen möchte. Wir liefen über die Brücke mit Sicht auf die wunderschöne goldene Kuppel der Synagoge vorbei an herrlicher Architektur und dem wunderschönen Berliner Dom bis zum weltbekannten Brandenburger Tor. Hier lohnt sich zumindest ein kurzer Besuch des weitläufigen Holocaust-Mahnmals.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Gleich nebenan besuchten wir den Reichstag mit der Glaskuppel und das Bundeskanzleramt.

Tipp: Wenn man Zeit übrig hat lohnt es sich, an einer der Führungen teilzunehmen. Man erhält wirklich interessante Einblicke hinter die Kulissen. Bei einer Reichstagsführung ist auch der Besuch der Glaskuppel enthalten.

Nach diesem langen und erlebnisreichen Tag fuhren wir mit dem Bus über die Siegessäule zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Der nächste Morgen begann für uns am Kurfürstendamm, auf dem wir natürlich nicht nur einkauften 🤣. Wir besichtigten die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Die Kirche wurde 1943 bis auf den Westturm durch Bomben zerstört. Der beschädigte Turm wurde in die neue Kirche integriert und erinnert heute noch an die vergangene Zeit.

Westturm der Gedächtniskirche
Westturm der Gedächtniskirche

Gegen Mittag kamen wir am längsten erhaltenen bzw. wieder errichteten Mauerabschnitt an, der 1,3 km langen East Side Gallery. Verschiedene Künstler haben die Betonplatten bemalt und es ist wirklich ein Erlebnis, diese besondere Kunstgalerie zu besichtigen. Von hier aus hatten wir übrigens auch einen sehr schönen Blick auf die märchenhaft aussehende Oberbaumbrücke.

Kunst an der East Side Gallery
Kunst an der East Side Gallery

Tipp: Wir empfehlen euch unbedingt auch den Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer. Hier wird teils durch Bodenmarkierungen vermittelt, wie die Grenzanlagen aussahen. Man bekommt hier eine leise Ahnung, wie schrecklich die Teilung von Berlin war.

Den Rest des Tages verbrachten wir im fabelhaften Pergamonmuseum mit vielen außergewöhnlichen Ausstellungsstücken.

Im Pergamon Museum
Im Pergamon Museum

Tipp: Bei einem längeren Aufenthalt in der Stadt empfehlen wir einen Besuch des Wannsee. Hier kann man baden, mit der Fähre zur Pfaueninsel fahren oder eine Schifffahrt über den See genießen. Auch gut zu wissen ist, dass es in der Stadt viele tolle Shows und Musicals gibt, die einen Besuch wert sind. Eine gute Übersicht findet ihr auf Berlin.de!

Tipps von Reisebloggern zu besonderen Sehenswürdigkeiten 

Die Museumsinsel im historischen Berlin

Auch Daria von Konpasu findet die Museumsinsel im historischen Berlin besonders spannend:

Die Museumsinsel ist ein weltweit einzigartiges Ensemble aus Museen mit Schätzen aus 6.000 Jahren Menschheitsgeschichte. Der Komplex gehört seit 1999 zum UNESCO Welterbe. Zur Museumsinsel gehören fünf sehenswerte Museen:

  • Altes Museum: Das Museum geht auf das Jahr 1830 zurück. Es war das erste öffentliche Museum in Preußen. Darin ist heute eine Antikensammlung mit der Kunst und Kultur der Griechen, Etrusker und Römer ausgestellt.
  • Neues Museum: Wurde zwischen 1843 und 1855 errichtet und zeigt eine Sammlung der Kunst-, Museums- und Technikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Die Exponate sind in drei Sammlungen eingeteilt: Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Museum für Vor- und Frühgeschichte und Antikensammlung.
  • Bode-Museum: Eine Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst.
  • Pergamonmuseum: Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Zum Museum gehört das römische Tor von Milet, der Altar des Zeus aus der UNESCO Welterbestätte Pergamon und die Prozessionsallee mit dem Tor von Ishtar aus Babylon.
  • Alte Nationalgalerie: Wurde 1867-1976 als “Tempel der Wissenschaften” erbaut. Heute ist es das Stammhaus der Nationalgalerie. Die Sammlung verteilt sich auf die Standorte Neue Nationalgalerie, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Friedrichswerdersche Kirche, Museum Berggruen und die Sammlung Scharf-Gerstenberg.
Brücke zur Museumsinsel
Brücke zur Museumsinsel

Die Stadt von oben – Panoramapunkt am Potsdamer Platz

Immer wieder faszinierend ist es für Martina von Places and Pleasure, eine Stadt von oben zu entdecken: Wer Berlin aus der Vogelperspektive anschauen will, findet dazu gleich mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist der Panoramapunkt im Kollhoff Tower am Potsdamer Platz, wo Besucher in zentraler Lage auf zwei Etagen einen Ausblick über die Sehenswürdigkeiten Berlin genießen können. Nach oben geht es mit dem schnellsten Aufzug Europas. In 20 Sekunden rauscht er bis auf 100 Meter Höhe, wo auf der 24. Etage ein erster Blick auf das Panorama Berlins auf die Besucher wartet. Weiter geht es auf die Aussichtsplattform auf der 25. und damit obersten Etage des Kollhoff Towers. Über den Tiergarten reicht der Blick bis hin zur Gedächtniskirche, dem Europa Center und sogar zum Teufelsberg. In der östlichen City sind der Gendarmenmarkt und der Fernsehturm am Alexanderplatz gut zu erkennen.

Ausblick vom Panoramapunkt Berlin
Ausblick vom Panoramapunkt Berlin

Eine ungewöhnliche Zeitreise – die Berliner Unterwelten

Miriam von „Nordkap nach Südkap“ empfiehlt einen Ausflug in die Berliner Unterwelten.

Auf Zeitreise in Berlin – dafür bieten sich ganz besonders die Berliner Unterwelten an. An der S- und U-Bahn-Station Gesundbrunnen geht die Führung los – und zwar im Untergrund. Durch eine kleine Tür im Bahnhof geht es hinein in eine Welt, die man vielleicht gar nicht so vermuten würde. Hier finden sich nämlich große Bunker- und Schutzanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Zwölf verschiedene Touren gibt es durch diese Anlagen, jede legt den Fokus auf ein anderes Thema.

Auch wenn dieses verwinkelte Bunker-System – einige alte Wegweiser sind noch zu sehen – auch als Schutzraum im Zweiten Weltkrieg diente, so hatten die Unterwelten vor allem in der Zeit des Kalten Krieges bis in die 90er Jahre eine wichtige Bedeutung für die Stadt. Hier wurden Berliner Wasservorräte und Konservendosen gelagert und die Menschen konnten sich hier auch aufhalten. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, meldest du dich am besten vorab online an. Die Touren kosten zwischen 12 und 15 Euro, darin enthalten ist auch noch der Besuch der Dauerausstellung mit dem Thema „Mythos Germania“. Website: https://www.berliner-unterwelten.de/

Fernsehturm am Alexanderplatz 

Stephanie von kellertuer.com empfiehlt einen ganz besonderen Aussichtspunkt am Alexanderplatz:

Es ist fast egal, wo du dich gerade in Berlin befindest: Wenn du dich genau umsiehst, entdeckst du ihn sicher: den Fernsehturm. Ikonisch ragt er hoch in die Luft: 368 Meter ist er hoch und die Aussichtsplattform befindet sich in 203 Meter Höhe.

Fernsehturm Berlin
Fernsehturm Berlin

Der Fernsehturm ist ein idealer Startpunkt für deinen Berlin-Besuch. Von der Aussichtsplattform aus kannst du dir eine gute Übersicht über die Sehenswürdigkeiten Berlin verschaffen. Die 360-Grad-Plattform ermöglichst dir eine umfassende Aussicht. Bei klarer Sicht kannst du fast über ganz Berlin schauen. Die Stadt wirkt plötzlich klein.

Tipp: Besuche das Restaurant in 207 Meter Höhe. Hier ist die Zeit beinahe stehen geblieben, Ostberlin-Charme trifft auf deftige Küche. Empfehlung: Mittagessen im sich drehenden Restaurant des Fernsehturms unter der Woche. Die Preise sind human und du kannst eine tolle Aussicht über Berlin genießen.

Für das Restaurant solltest du dir auf jeden Fall einen Tisch reservieren. Es empfiehlt sich auch, Tickets für die Aussichtsplattform vorab zu buchen, so kannst du ohne Wartezeit eintreten und dich von den Hochgeschwindigkeitsaufzügen nach oben befördern lassen.

Katzencafé Zur Mieze

Bei einem Besuch in Berlin darf laut Michelle von „The Road Most Traveled“ ein guter Kaffee nicht fehlen. Aber die typischen Cafés kennt jeder, warum also nicht ins Katzencafé Zur Mieze?

Das Zur Mieze befindet sich in Charlottenburg und ist mit der U-Bahn U7 oder U2 zu erreichen. Montags ist Ruhetag, ansonten ist das Café täglich von 10-19 Uhr geöffnet. Eine Reservierung ist unbedingt zu empfehlen!

Katzencafe in Berlin Charlottenburg
Katzencafe in Berlin Charlottenburg

Die Kaffeeauswahl ist gut, das Kuchenangebot variiert täglich. Im Zur Mieze kann man nicht nur gut Kaffee trinken und Kuchen essen, auch das Frühstücks- und Mittagsangebot sind super.

Jetzt zum wichtigsten Part: die Katzen im Katzencafé. Im Zur Mieze leben sechs Katzen, welche aus der Ukraine adoptiert wurden. Jede dieser Katzen hat eine ganz eigene Geschichte. Ob im Müll gefunden, verängstigt in einer Ecke oder fast verhungert auf der Straße: die Tiere haben eine traurige Vergangenheit. Umso schöner ist es, dass sich die Katzen im Zur Mieze wohlfühlen und eine schöne Umgebung zum Leben haben. Die Katzen sind wirklich sehr entspannt und kommen zum Spielen, Kraulen oder Schnuppern auf die Gäste zu. Wenn du nicht aufpasst, sitzt eine Katze auf deinem Platz: Weg gegangen, Platz vergangen. Wenn die Tiere keine Lust haben, verkrümeln sie sich in eine der vielen Schlaf- und Verweilmöglichkeiten. Wenn das keine Besonderheit unter den Sehenswürdigkeiten in Berlin ist!

Futurium

Ein weiterer Tipp von Michelle: In Berlin gibt es ein Museum welches Wissenschaft, Technik und die Gesellschaft unter einen Hut bringt. Diese Werte werden spielerisch und interaktiv an die Gäste übermittelt. Dabei gibt es Attraktionen für Groß und Klein. Das Futurium befindet sich in direkter Laufnähe zum Berliner Hauptbahnhof und kostet keinen Eintritt. Dazu ist es barrierefrei und jede Ebene ist mit einem Aufzug erreichbar.

Das Futurium - ein besonderes Museum
Das Futurium – ein besonderes Museum

Es gibt verschiedene Ausstellungen die sich mit den Überthemen Mensch, Natur und Technik befassen. Es geht um grüne Städte, künstliche Intelligenz und wie wir als Menschen unser Leben und unsere Zeit nutzen. Viele spannende Fragen werden in den Raum geworfen. Durch unterschiedlichste Gadgets können die BesucherInnen des Futuriums interaktiv an der Ausstellung teilnehmen. Dazu gehören Tablets, die Denkschaukel oder eine Roboterrobbe, die durch Streicheln mit dir interagiert.

Dazu gibt es innovative Vorschläge wie unsere Zukunft gestaltet sein könnte: Biodesign mit Materialien aus Pilzen, künstliche Intelligenz und besondere Architektur sind nur drei der Überpunkte.

Für das leibliche Wohl ist im Restaurant gesorgt. Außerdem gibt es einen Shop im Eingangsbereich. Dort gibt es spannende Mitbringsel wie Ringe aus Nylon, Regenschirme die die Farbe ändern, sobald sie nass sind, runde Würfel und vieles mehr.

Ein Lost Place in Berlin – der Teufelsberg

Ines und Thomas von gindeslebens.com empfehlen eine ganz besondere Berliner Sehenswürdigkeit: Berlin geht ja für uns immer, unser absoluter Lieblingsplatz liegt aber etwas außerhalb vom Zentrum der Stadt. Im Westen Berlins, mitten im Grünen, gleich beim Naturschutzgebiet Grunewald, befindet sich ein ganz besonders spannendes Relikt aus der Vergangenheit. Mit Schutt aus dem zweiten Weltkrieg wurde der Teufelsberg künstlich angelegt. Auf ihm befindet sich eine ehemalige US-Flugüberwachungs- und Abhörstation. Diese steht mittlerweile leer. Man kann durch die zum Teil schon verfallene Anlage spazieren. Diese ist aber keinesfalls trist, denn überall zieren bunte Kunstwerke die Mauern und Wände. Bei der Besichtigung der Anlage solltet ihr achtsam sein, denn der Zahn der Zeit hat den Gemäuern schon sichtlich zugesetzt und Teile wurden wohl schon gesperrt. Es werden sowohl Führungen als auch stille Begehungen angeboten. Beides gegen einen kleinen Unkostenbeitrag. Der Teufelsberg ist nicht ganz so einfach zu finden, aber auch das macht ja oft den Reiz von solchen Lost Places aus. Ihr fahrt am besten bis zur Station Heeresstraße und dann liegt noch ein Fußweg von etwa 45 – 50 Minuten, teilweise durch den Wald, vor euch. Wenn ihr den morbiden Charme verlassener Orte und Streetart liebt, dann seid ihr richtig am Teufelsberg in Berlin.

Teufelsberg in Berlin
Teufelsberg in Berlin

Biergärten in Berlin

Andreas von Travelbloke findet ja, dass du erst richtig in einer Stadt angekommen bist, wenn du auch ihre Biergärten kennst: Denn nirgendwo sonst lernst du ihre Besonderheiten besser kennen als hier zwischen den Holzbänken und -tischen.

Als ich im letzten Jahr eine Sommersonnenwoche in Berlin verbrachte, hatte ich das Glück, von zwei dieser Ureinwohner die schönsten Biergärten der Hauptstadt gezeigt zu bekommen. Und ich habe gelernt, dass in Berliner Biergärten neben deftigen Klassikern wie Schnitzel, Currywurst und Leberkäse auch kulinarische Raffinessen wie Spargelrisotto, Couscous Salat und Königsberger Klopse auf der Speisekarte stehen. Und dass die „Berliner Weiße“ ein helles obergäriges Bier mit wenig Alkohol ist, von der Stiftung für Biodiversität zum schützenswerten, regionalen Kulturerbe erklärt wurde – und von kulturlosen Touristen gerne mit grünem Waldmeistersirup zerstört wird.

Wenn Du auf den Geschmack gekommen bist, und demnächst auch Berlins Biergärten erkunden möchtest, verrate ich Dir hier meine persönliche Top Vier:

1. Im Prater Garten in Prenzlauer Berg chillen die Berliner schon seit 1837 unter schattigen Kastanienbäumen.

2. Im Schleusenkrug, an der alten Tiergartenschleuse des Landwehrkanals schaust du beim Bier trinken zu, wie die Schiffe auf ein höheres Niveau gehoben werden.

3. Der Zollpackhof zwischen Kanzleramt und Reichstagsgebäude ist der bayrischste Biergarten der Stadt – und das mitten im Zentrum der preußischen Macht.

4. Und die Loretta am Wannsee verwöhnt dich nach einer Boots- oder Fahrradtour nicht nur mit Bier, sondern auch mit selbst gebackenen Kirschwaffeln.

Biergarten im Schleusenkrug
Biergarten im Schleusenkrug

Berlin-Tipps für Familien

Sanne von Travelsanne.de hat ein paar gute Tipps für einen Berlin-Urlaub mit Kindern: Eigentlich sind meine Kinder keine Fans von Städtereisen und Sehenswürdigkeiten, sondern lieber in der Natur unterwegs. Letztes Jahr waren wir zum ersten Mal mit unserer Tochter in Berlin und sie hat sich auf Anhieb in die Stadt verliebt. Unser Trick: Wenn ihr mit Teenagern beim Städtetrip Spaß haben wollt, lasst sie am besten das Sightseeing-Programm mit den Sehenswürdigkeiten selbst bestimmen. Wir kaufen immer vorab einen Reiseführer und lassen die Kids ihre Highlights zusammenstellen. Eine entspannte Art des Berlin-Sightseeings mit Kindern ist es, die Stadt bei einer Schiffsrundfahrt auf der Spree vom Wasser aus zu erkunden. Ein Muss ist auf jeden Fall auch ein Blick auf Berlin von oben. Berlin faszinierte unsere Tochter wegen der Möglichkeit, viele historische Orte besuchen zu können. Es ist ja definitiv spannender, quasi mitten in den Sehenswürdigkeiten der Geschichte zu stehen, als nur im Geschichtsunterricht davon zu hören. Einmal durch das Brandenburger Tor gehen, das Holocaust-Mahnmal sehen, die East Side Gallery an der ehemaligen Berliner Mauer bewundern – all das stand auf ihrer Wunschliste für den ersten Berlin-Besuch. Die nächste Reise in die Hauptstadt hat unsere Tochter übrigens schon geplant. Viele weitere Berlin-Tipps für Familien findet ihr in unserem Beitrag Berlin Sehenswürdigkeiten für junge Leute.

Berlin-Tipps für Familien
Berlin-Tipps für Familien

Tagesausflüge von Berlin

Ein Besuch der Beelitzer Heilstätten

Berlin – pulsierende Hauptstadt, Feiermetropole, Graffitihochburg– meine Heimatstadt trägt viele Beinamen. Wen es fernab vom alltäglichen Touristentrubel treibt, der sollte Beelitz auf seine Liste schreiben. Die Kleinstadt liegt südwestlich von Berlin und ist vielen vermutlich durch das große Spargelanbaugebiet bekannt. Aber Beelitz hat noch mehr zu bieten sagt Stefanie von reiselustundfernweh.de.
Die ehemalige Lungenheilanstalt und das Sanatorium für Tuberkulosekranke, kurz die Beelitzer Heilstätten, gehören heute zu den schönsten Lost Places Deutschlands. 
Von der Landesversicherungsanstalt 1898 in Bau gegeben, wurden 1902 die ersten Patienten begrüßt. Oberstes Ziel der Behandlung war die “Verhütung von Invalidität” sowie die “Wiederherstellung von Erwerbsfähigkeit”. Aus diesem Grund ist es wenig verwunderlich, dass die über 1000 Betten ausschließlich der unteren Arbeiterschicht vorbehalten waren. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 wurden die meisten Patienten entlassen, da das Klinikgelände zum Vereinslazarett des Roten Kreuzes genutzt wurde. Knapp 13.000 Soldaten wurden in dieser Zeit in den Heilstätten verpflegt. Darunter soll auch, der damals noch Unbekannte, Adolf Hitler gewesen sein. Der Betrieb als Lungenheilanstalt wurde bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wieder aufgenommen. 
Bis 1994 wurde aus den Gebäuden eines der größten Militärkrankenhäuser außerhalb der ehemaligen Sowjetunion. Danach verfiel das Gelände immer mehr bis schließlich nur noch baufällige Ruinen übrig blieben. Mittlerweile wird eine Vielzahl an unterschiedlichen Touren durch diese Sehenswürdigkeiten angeboten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Lost Place - Beelitzer Heilstätten
Lost Place – Beelitzer Heilstätten

Wichtig zu wissen: Tickets können nur vor Ort erworben werden. 
Seit 2015 lädt außerdem ein Baumkronenpfad zu einem Spaziergang über den Ruinen ein.

Das Tempelhofer Feld – ein Park mit Geschichte

Julia von bezirzt.de empfiehlt einen Besuch auf dem Tempelhofer Feld, das für die große Freiheit inmitten der Stadt steht. Manche können sich noch erinnern, wie sie damals vom Flughafen Tempelhof abgeflogen sind, andere erinnern sich an Messen im ehemaligen Flughafengebäude. Was wohl allen ein Begriff ist: Die Berliner Luftbrücke mit den Rosinenbombern. Mittlerweile ist das Tempelhofer Feld das beliebteste innerstädtische Naherholungsgebiet, Sehenswürdigkeit und XXL-Spielplatz mit über 300 Hektar Fläche. Für Sonnenhungrige, Grillabende oder auch Sportstunden. Wer nah am Tempelhofer Feld wohnt, kommt öfter. Man dreht hier seine Sonnenuntergangs-Runde mit dem Rad oder trifft Freunde beim Grillen. Eine Runde Minigolf oder doch ein Bier im Biergarten? Auch das geht auf „dem Feld“. Auf dem Weg über die Startbahn holt man sich einen Kaffee „to go“ beim Coffeebike. Sportler schätzen die sechs Kilometer lange Rundbahn für Laufrunden. Hier kann der Kite zum Kiteboarden ausgepackt werden oder mit den Kindern der Drachen in die Lüfte gestupst werden. Skater machen ihre Tricks am Skatepark. Und nicht zuletzt kommen auch die Hunde auf den Auslaufwiesen auf ihre Kosten. Als Bewohner findet man hier etwas, das man mitten in der Stadt sonst nicht hat: Weite, Luft zum Atmen, Platz zum Auspowern und das mit dem für Berlin typischen Maß an Kreativität. Das Tempelhofer Feld ist einzigartig! Touristen interessieren sich meist vor allem für die historische Rolle des ehemaligen Flughafens. Der von den Nazis gebaute Flughafen wurde während der Berlin-Blockade nach dem Zweiten Weltkrieg als Ort der Berliner Luftbrücke berühmt. Von hier aus versorgten die Westalliierten die Bevölkerung mittels Flugzeugen aus dem Westen, den sogenannten Rosinenbombern. 2008 wurde der Flugbetrieb in Tempelhof eingestellt, seit 2010 ist das Tempelhofer Feld als Park für Besucher geöffnet. Wer das Tempelhofer Feld besuchen will, sollte seine Größe nicht unterschätzen: Vom Eingang an der Station Tempelhof bis zum Haupteingang am Columbiadamm läuft man etwa eine halbe Stunde.

Tempelhofer Feld in Berlin
Tempelhofer Feld in Berlin

Schloss Sanssouci in Potsdam

Unser liebstes Ausflugsziel außerhalb Berlins ist das romantische Schloss Sanssouci von Friedrich dem Großen mit dem wunderschön angelegten Schlossgarten, das sogar zum UNESCO Welterbe zählt. Der barocke Park mit dem großen Brunnen in der Mitte hält viele Sehenswürdigkeiten zum Entdecken bereit, wie etwa die Neptungrotte, die große Fontäne, das chinesische Haus und vieles mehr. Die verschiedenen einzigartigen Bauten machen die Erkundung des Gartens zu einem Erlebnis. Doch auch das Schloss selbst ist märchenhaft. Besonders der Blick vom unteren Ende der Weinberge hoch zur detailreich gestalteten gelben Fassade des oben thronenden Schlosses ist unvergesslich. Die zu besichtigenden Innenräume beeindrucken ebenfalls durch eine große Liebe zum Detail und sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Gut zu wissen: Montags hat das Schloss geschlossen.

Schloss Sanssouci in Potsdam
Foto: Hans Bach © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg 

Und sollte es bei eurem Berlin-Besuch mal regnen hat Mandy tolle Ausflugstipps für Berlin bei Regen. Letzter Tipp für einen Berlin-Besuch: Ideen zu einem Tagesausflug nach Wittenberg

  1. Das speichere ich mir direkt mal ab, Berlin steht eh schon länger auf meiner Liste. Das erste und einzige Mal bisher ist über 30 Jahre her, damals musste man noch in die DDR einreisen – haben wir auch einen Tag lang gemacht. Lang, lang ist’s her 🙂

  2. Berlin kenne ich eigentlich nur von der ITB. Leider ist das Wetter im März dann nie so prächtig, dass ich noch ein paar Tage bleiben wollte um mir die Stadt anzusehen. Aber irgendeinmal wird es klappen und komme so richtig als Tourist…

  3. Coole Zusammenstellung. Das Futurium war mir total unbekannt, aber das ist definitiv was für mich und wird gemerkt für den nächsten Berlinbesuch.

    Liebe Grüße
    Liane

  4. Tolle Tipps für Berlin! Einige kenne ich zwar schon, aber vieles ist mir neu und die Stadt verändert sich ja auch rasant.
    Gerade war ich in Berlin für 2 Tage, aber nur zum Arbeiten, da war leider keine Zeit zum Schauen.
    Liebe Grüße
    Gabriela

  5. Dein Beitrag weckt solche Sehnsucht nach Berlin! Danke, dass ich mit meinen Tipps für junge Leute dabei sein darf. Eigentlich wären meine Tochter und ich in wenigen Tagen dorthin gefahren – sie mit ihrer Klasse und ich mit meinen Studenten. Schade, dass beide Studienfahrten ausfallen müssen. Nächstes Jahr kommen wir wieder!
    Liebe Grüße von Sanne

  6. Ich war bisher erst einmal in Berlin & dabei habe ich nur einen winzigen Teil der Stadt gesehen. Eine tolle und übersichtliche Auflistung der Tipps. Werde ich mir fürs nächste Mal merken!

    Liebe Grüße,
    Jasmin

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