Speyer ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt mit Geschichte und Kultur begeistert. Allen voran natürlich mit dem Dom, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört! In diesem Reisebericht stellen wir dir die Top 10 Sehenswürdigkeiten Speyer vor, die du bei einem Besuch in Speyer auf keinen Fall verpassen solltest.
Altpörtel
Unser Rundgang durch Speyer begann an einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Dem malerischen Stadttor namens Altpörtel aus dem 13. Jhd. Mit seiner reich verzierten Fassade und der mächtigen Turmuhr ist das Altpörtel ein beeindruckender Anblick. Vor allem auch wegen der Höhe von 55 Metern! Natürlich gingen wir auch durch das Tor hindurch! An der linken Seite beim Eingang in den Torbogen befindet sich noch eine der Sehenswürdigkeiten Speyer. Das Normalmaß. Dabei handelt es sich um eine 28 cm hohe Eisenklammer. Für jeden Händler in der Stadt war das das allgemeingültige Maß.
Hinter dem Altpörtel beginnt die Maximilianstraße, die bis hin zum berühmten Speyerer Dom verläuft. An dieser liegen fast alle Sehenswürdigkeiten Speyer, die wir nun besichtigten.
Alte Münz & historisches Rathaus
Von dort aus gingen wir weiter zur Alten Münz. An ihrer Stelle stand schon früher eine Münzstätte. Diese wurde im 14. Jhd. errichtet und diente ursprünglich als Münzstätte. Hier wurden Münzen geprägt, die im Handel verwendet wurden. Das Recht, eigene Münzen herzustellen, war ein Privileg, das nur freie Reichsstädte hatten. Das heutige Gebäude im Baustil des Barock stammt aus dem 18. Jhd. Und besitzt neben einer hübschen Fassade auch einen romantischen Treppengiebel. Mit dem Georgsbrunnen im Vordergrund sieht es ganz besonders hübsch aus.
Nur wenige Schritte weiter steht das historische Rathaus. Mit einer orangen Fassade, die uns irgendwie an die Südstaaten erinnerte.

Dreifaltigkeitskirche & Stadthaus
Eine weitere der Sehenswürdigkeiten Speyer ist die Dreifaltigkeitskirche aus dem 18. Jhd. Auch wenn sie von außen eher unspektakulär aussieht. Der Innenraum ist ein kleines Juwel von Speyer. Die original erhaltene barocke Innenausstattung ist bezaubernd. Ebenso die kunstvollen Verzierungen und die Malereien an der hölzernen Decke.
Besonders herausragend sind allerdings die Emporen aus Holz, die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Und die ebenso reich bemalt und verziert sind. Der Anblick hat uns so verzaubert, dass wir mehrere Minuten lang einfach am Eingang stehen geblieben sind, um alle Einzelheiten erfassen zu können.
An der Maximilianstraße steht noch ein Haus mit einer eindrucksvollen Fassade. Das Stadthaus, das Anfang des 20. Jhd. im neubarocken Stil erbaut wurde.
Dom zu Speyer
Das absolute Highlight unter den Sehenswürdigkeiten Speyer ist natürlich ohne Frage der romanische Dom aus dem 11. Jhd. Schon während des ganzen Weges der Maximilianstraße entlang beeindruckte uns seine gewaltige Größe. Der Kaiserdom St. Maria und St. Stephan besitzt eine monumentale Doppelturmfassade und mächtige Mauern.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Dom mehrfach beschädigt und wieder aufgebaut. Wobei im 20. Jhd. viel Wert darauf gelegt wurde, Umbauten wieder zu entfernen. Und so den eigentlichen Stil wiederherzustellen. Seit 1981 gehört der Dom zu Speyer sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Aufgrund dieses Äußeren hatten wir große Erwartungen. Die schlichtweg nicht erfüllt wurden. Das Innere des Doms ist zwar gigantisch groß, aber das war es auch schon. Was aber sehenswert ist, ist die Krypta unter dem Altar. Sie diente als Grabstätte für mehrere deutsche Kaiser und Könige und ist mit Arkadenbögen geschmückt. Uns hat sie etwas an die Moschee in Cordoba erinnert.

Heidentürmchen & Sonnenbrücke
Hinter dem Speyerer Dom erwartete uns eine weitere der Sehenswürdigkeiten Speyer. Das Heidentürmchen von 1281. Es wirkt fast geheimnisvoll und sieht irgendwie aus wie eine winzige Burg. Das Heidentürmchen gehört zu den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer.
Der Name wirft bis heute Fragen auf. Wie bei vielen historischen Bauwerken ist die genaue Herkunft der Bezeichnung bis heute nicht eindeutig geklärt.
Weiter ging es zur Sonnenbrücke. Sie ist die einzige nahezu vollständig erhaltene Brücke aus dem Mittelalter. Aber nicht nur die Brücke selbst, sondern auch die zauberhaften kleinen Fachwerkhäuser sind ein wunderschöner Anblick.
St. Joseph Kirche & Gedächtniskirche
Zum Abschluss unseres Rundgangs besuchten wir noch zwei Kirchen. Zuerst die St. Joseph Kirche aus dem 20. Jhd. Mit ihren beiden hohen Türmen und dem schön gestalteten Giebel ein sehr schönes Gotteshaus. Auch das Innere ist einen Blick wert!
Nur wenige Schritte weiter standen wir auch schon vor der Gedächtniskirche aus dem 19. Jhd. Dieses imposante Bauwerk im neogotischen Stil mit seinem hohen Turm ist ein bedeutendes Symbol der protestantischen Geschichte. Sie erinnert an ein zentrales Ereignis der Reformation. Die sog. Protestation zu Speyer.
Dieses historische Ereignis fand 1529 auf dem Reichstag in Speyer statt. Mehrere Fürsten und Vertreter freier Reichsstädte protestierten damals gegen ein Verbot der Lehre Luthers. Dieser Protest gilt als einer der Ursprünge des Begriffs „Protestanten“. Die Gedächtniskirche wurde also nicht nur als Gotteshaus gebaut. Sondern auch als Denkmal für die Religionsfreiheit.

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