Begleite uns auf eine Entdeckungstour durch die TOP 10 Sehenswürdigkeiten Ellwangen. Die charmante Stadt im Osten Baden-Württembergs eignet sich perfekt für einen Tagesausflug. Oder einen längeren Aufenthalt, da viele weitere sehenswerte Städte ganz in der Nähe liegen. Wie Dinkelsbühl oder Nördlingen. Welche Orte wir an unserem Tag in Ellwangen an der Jagst besichtigt haben, haben wir auf der Karte markiert.
Pferde von Ellwangen
Als wir durch die Innenstadt spazierten, entdeckten wir an verschiedenen Orten eine Besonderheit unter den Sehenswürdigkeiten Ellwangen. Farbenfroh gestaltete, lebensgroße Pferdestatuen, die zu einem Markenzeichen der Stadt geworden sind. Am Fuchseck steht z. B. ein goldenes Pferd und am Marktplatz ein Scheibenpferd.
Die Statuen sind ein Überbleibsel von ursprünglich über 60 Pferdestatuen. Diese wurden im Jahr 2000 im Rahmen der Aktion „Schwing die Hufe“ aufgestellt. Anlass des Projekts war die Tausendjahrfeier des Kalten Marktes. Des Pferdemarktes von Ellwangen, der zu den ältesten und traditionsreichsten Pferdemärkten ganz Süddeutschlands zählt.
Nach Abschluss der Aktion wurden viele der Skulpturen verkauft. Aber einige besonders wunderschöne Pferde wurden bewahrt.
Fuchseck mit dem Haus Zimmerle
Mitten in der historischen Altstadt befinden sich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten Ellwangen an einem Punkt. Am Fuchseck, an dem sich Spital-, Schmied- und Marienstraße treffen. Neben schönen Fassaden, einem malerischen Brunnen, Cafés und Geschäften fiel uns ein Haus sofort ins Auge. Das Haus Zimmerle.
Mit seiner reich bemalten Fassade ist es ein wahres Schmuckstück. Das Gebäude wurde bereits 1550 urkundlich erwähnt. Es diente über viele Jahre hinweg als Poststation. Die Fassade entstand allerdings erst im Jahr 1896. Darauf abgebildet ist auch eine Szene, die daran erinnert, dass Goethe die Stadt Ellwangen einst besucht hat.
Tipp: Auf dem Weg zum Palais Adelmann kommst du direkt an der Spitalkapelle vorbei. Sie befindet sich im Rathaus, dem ehemaligen Spital zum Heiligen Geist.

Palais Adelmann & Horex-Turm
Zu den Sehenswürdigkeiten Ellwangen gehört auch das Palais Adelmann mit dem Horex-Turm. Auch wenn es nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten hat. Der barocke Bau aus dem 17. Jahrhundert hat eine wunderschön gestaltete Fassade. Den Eingang ziert das Wappen der Familie Adelmann zusammen mit einer Madonnenstatue. Außerdem kannst du im Giebel eine Statue des Erzengels Michael bewundern.
Besonders im Sommer lohnt ein Abstecher in den charmanten Palaisgarten, der auch als romantische Kulisse für Hochzeiten sehr beliebt ist. Ein Blickfang im Garten ist der historische Horex-Turm. Ein gut erhaltener Zeuge der ehemaligen Stadtmauer.
Tipp: Durch die Färbergasse kannst du an einem Stück der alten Stadtmauer entlanggehen. So kommst du auch zum schönen Graben. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um den früheren Stadtgraben der Stadtmauer. Der perfekte Platz für einen beeindruckenden Blick auf das Ellwanger Schloss.
Basilika St. Vitus & evangelische Stadtkirche
Der Höhepunkt unter den Sehenswürdigkeiten Ellwangen ist ohne Frage die Doppelkirche am wunderschönen Marktplatz, der umgeben ist von historischen Gebäuden. Schon von außen ist der Sakralbau mit seinen vielen Türmen ein unfassbar schöner Anblick. Betreten haben wir die Doppelkirche über die katholische Basilika St. Vitus. Und wurden von einem barock umgestalteten Innenraum begrüßt, der uns kurz sprachlos machte. Sehr eindrucksvoll fanden wir auch den Kreuzgang der Kirche.
Doch das besondere Highlight befindet sich in dem kleinen Vorraum zur Kirche. Wie bereits erwähnt handelt es sich ja um eine Doppelkirche. Und in diesem Vorraum befindet sich eine Tür, durch die man in eine zweite Kirche gelangt. Die sog. ökumenische Tür.
Bei der zweiten Kirche handelt es sich um die evangelische Stadtkirche von Ellwangen. Obwohl sie weniger reich geschmückt ist als die Basilika, ist sie dennoch wunderschön. Überdies verfügt sie über eine detailliert gestaltete Decke!
Tipp: Gleich neben den Kirchen steht das ehemalige Jesuitenkolleg. Mit einem wundervoll verzierten Hauptportal, das einen Blick wert ist.

Marienkirche & Alamannenmuseum
Und noch eine Kirche gehört zu den Sehenswürdigkeiten Ellwangen. Auch wenn sie nicht ganz so spektakulär ist wie die Basilika. Die Marienkirche aus dem 15. Jhd. mit ihrem 40 Meter hohen Turm. Der barockisierte Innenraum hat uns hauptsächlich wegen seiner Schlichtheit gefallen. Dadurch entsteht eine anmutige Stimmung. Und trotz der insgesamt bescheiden wirkenden Gestaltung besitzt die Marienkirche wunderschöne kleine Deckengemälde und einen beeindruckenden Altar.
Nur einen kleinen Spaziergang von der Kirche entfernt befindet sich das kleine Alamannenmuseum. Es hat immer nachmittags geöffnet. Außer am Montag. Das Museum widmet sich der Geschichte der Region und besitzt einige schöne Ausstellungsstücke wie Schmuck und Waffen.
Tipp: Auf dem Weg von der Marienkirche zum Alemannenmuseum lohnt sich ein kurzer Umweg über den Bürgergardeturm. Einem alten Wehrturm.
Schloss ob Ellwangen
Das weithin sichtbare Schloss ob Ellwangen aus dem 15. Jhd thront auf einem Hügel über der Stadt. Es ist nicht nur eine der Sehenswürdigkeiten Ellwangen, sondern zugleich ihr Wahrzeichen. Wir sind von der Altstadt aus den Fußweg entlang der Streuobstwiesen nach oben gelaufen. Dieser ist allerdings sehr steil. Wenn du das nicht schaffst, kannst du auch auf der normalen Straße nach oben gelangen. Das dauert nur etwas länger.
An der ehemaligen Residenz der Fürstpröpste angekommen, haben wir das Schloss von allen Seiten erkundet. Und zum Schluss den Innenhof betreten. Mit seinen umlaufenden Renaissance-Arkaden ein traumhafter Anblick. In den Innenräumen befindet sich heute das Schlossmuseum mit Barockkrippen, dem Thronsaal, alten Puppenstuben usw. Außerdem kannst du ein prachtvolles barockes Treppenhaus bewundern. Und die hübsche Schlosskapelle besichtigen.
Vom Hügel aus hatten wir übrigens eine fantastische Sicht auf die Stadt Ellwangen. Und auch auf die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.
Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg
Die Kirche zu unserer lieben Frau wacht auf einem über 500 Meter hohen Hügel über die Stadt. Ein majestätischer Anblick! Erbaut wurde die Kirche aufgrund eines Versprechens. 1861 setzte ein Blitz das Schloss in Brand. Der Fürstpropst gelobte, eine Kirche zu bauen, wenn der Brand die Stadt verschone. Und so geschah es.
Doch nicht nur von außen fasziniert die Wallfahrtskirche mit ihrer imposanten Erscheinung. Im Inneren entfaltet sich die ganze Pracht des Barock: Meisterhafter Stuck, kunstvolle Fresken und ein prunkvoller Altar verleihen dem Raum eine erhabene Atmosphäre!
Information: Vom unteren Parkplatz führt ein kurzer Pilgerweg hoch zur Kirche. Du kannst aber auch direkt bei der Kirche parken.
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