Nürnberg ist eine Stadt mit viel Geschichte. Zwischen mittelalterlichen Stadtmauern, gotischen Kirchen und lebendigen Plätzen haben wir die schönsten Sehenswürdigkeiten Nürnberg erkundet. Auf unserem Rundgang durch die Altstadt begegneten uns imposante Bauwerke wie die Kaiserburg und wir entdeckten versteckte Gassen mit Fachwerkhäusern.
Neben historischen Highlights erwarten dich in diesem Reisebericht persönliche Eindrücke, praktische Tipps für unterwegs & eine übersichtliche Karte zur besseren Orientierung. So wird dein Spaziergang durch Nürnberg nicht nur informativ, sondern auch entspannt und abwechslungsreich.
Rund um die Kaiserburg Nürnberg
Wir betraten die Altstadt von Nürnberg durch das Maxtor. Wobei der Begriff irreführend ist. Das Tor ist nämlich nicht erhalten. Sondern lediglich die Stadtmauer. Von hier aus gingen wir sofort zum Highlight unter den Sehenswürdigkeiten Nürnberg. Zur Kaiserburg, die hoch über der Altstadt thront. Von den Burgmauern aus bot sich uns ein atemberaubender Blick über die roten Dächer der Stadt.
Ursprünglich im 11. Jhd. erbaut, diente die Kaiserburg als Residenz der deutschen Könige und Kaiser. Während des Mittelalters war sie eine der wichtigsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches. Die imposanten Mauern, Türme und Wehranlagen zeugen von ihrer strategischen Bedeutung und ihrer Funktion als Verteidigungsanlage. Ein Besuch lohnt sich also auch, wenn du kein Ticket für die Burg kaufen willst. Aber auch das Innere der Burg ist definitiv einen Besuch wert. Neben den Ausstellungsräumen ist besonders die Burgkapelle eine der Sehenswürdigkeiten Nürnberg.
Nach einem kleinen Umweg über den Wehrturm am Tiergärtnerplatz besuchten wir das Albrecht Dürer Haus aus dem 15. Jhd. Eines der schönsten Fachwerkhäuser der Stadt. Es war Wohnsitz und Arbeitsplatz des berühmten Renaissance-Künstlers Albrecht Dürer. Auf mehreren Etagen konnten wir im Museum authentisch eingerichtete Räume besichtigen. Natürlich inklusive einiger Werke von Albrecht Dürer.
Nicht weit vom Albrecht Dürer Haus entfernt befindet sich der Bürgermeistergarten. Der Eingang liegt etwas versteckt in einem der alten Stadttore. Dem Neutor. Vom Garten aus kannst du direkt auf die Stadtmauer gelangen.

Tipp: An der Burg befindet sich eine der beiden Möglichkeiten, den Untergrund der Stadt Nürnberg zu erkunden. Der Zugang zu den historischen Felsengängen. Wir haben uns für die zweite entschieden. Die Lochgefängnisse am alten Rathaus.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Von der Sebalduskirche zur Weißgerbergasse
Vorbei am Fembohaus mit seiner schönen Fassade gelangten wir nach unten in die Altstadt mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten von Nürnberg. Unser erstes Ziel war die Sebalduskirche aus dem 13. Jhd., in der sich über die Jahre ein Mix aus Romanik und Gotik entwickelt hat. Besonders eindrucksvoll sind der hohe Innenraum und der kunstvoll verzierte Schrein des Hlg. Sebaldus.
Anschließend ging es für uns am Alten Rathaus in den Untergrund. Zu einem Rundgang durch die Nürnberger Lochgefängnisse aus dem 14. Jhd. Einem düsteren Kapitel der Geschichte. Die Zellen sind bestens erhalten und geben einen Einblick in das bedrückende Leben des Mittelalters. Bei der Führung wurde uns das damalige Leben an diesem Ort nämlich wirklich gut erklärt.
Wieder zurück an der Oberfläche spazierten wir in die Weißgerbergasse. Mit ihren bunten Fachwerkhäusern gilt die Weißgerbergasse als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Nürnberg. Wie der Name schon sagt, lebten in diesem Viertel früher die Gerber. Heute ist es eines der beliebtesten Fotomotive!

Entlang der Pegnitz zum Hauptmarkt
Der Weg vom Kettensteg über den Henkersteg und am Weinstadel entlang bis zum Hauptmarkt gehört zu den schönsten Spaziergängen durch die Altstadt. Er führt vorbei an vielen wunderschönen Sehenswürdigkeiten Nürnberg.
Der Spaziergang beginnt am Kettensteg. Einer eisernen Hängebrücke aus dem 19. Jhd. Zwischen Sandsteinmauern, begrünten Ufern und alten Bürgerhäusern bot sich uns der erste malerische Blick auf die Altstadt. Nur wenige Schritte weiter erreichten wir den sog. Henkersteg. Dabei handelt es sich um eine überdachte Holzbrücke, die wirkt wie direkt aus einem historischen Roman. Ihren Namen verdankt sie dem ehemaligen Henkerhaus direkt über der Pegnitz. Von hier aus hast du übrigens auch den schönsten Blick auf den Weinstadel. Ein langgezogenes Fachwerkhaus aus dem 15. Jhd.
Vom Weinstadel führte uns der Weg hinein in die Altstadt. Durch verwinkelte Gassen, vorbei an kleinen Läden und Cafés spazierten wir mit kleinen Pausen bis zum Hauptmarkt mit dem schönen Brunnen. Zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Platz in den weltberühmten Christkindlesmarkt Nürnberg, der Besucher aus aller Welt anzieht. Doch auch sonst darfst du den Hauptmarkt nicht verpassen. Hier steht nämlich die Frauenkirche. Erbaut im 14. Jhd. von Kaiser Karl IV. Da sie als kaiserliche Hofkapelle diente ist sie dementsprechend imposant gestaltet.
Tipp: Täglich um 12 Uhr findet das „Männleinlaufen“ statt. Im Giebel der Frauenkirche laufen dann zum Läuten der Glocken die Kurfürsten an Kaiser Karl IV. vorbei.

Über die Lorenzkirche zum Spittlertorturm
Und wieder überquerten wir die Pegnitz und konnten von der Brücke einen Blick auf das hübsche Hlg.-Geist-Spital werfen. Unser Ziel war aber die imposante Lorenzkirche, deren zwei mächtige Türme weithin sichtbar sind. Die gotische Kirche aus dem 14. Jhd. besitzt außerdem eine kunstvolle Rosette über dem Hauptportal und einen Innenraum, der uns beim Betreten kurz sprachlos machte. Sie gehört ohne Frage zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Nürnberg.
Nur wenige Schritte entfernt steht die Mauthalle. Der Bau aus dem 15. Jhd. mit unzähligen kleinen Gauben war einst ein mittelalterliches Speicherhaus. Wir liefen weiter in Richtung Königstor. Dort liegt direkt an der Stadtmauer der Handwerkerhof. Eine kleine Ansammlung aus Fachwerkhäusern, Werkstätten und Höfen, die wirkt, wie aus der Zeit gefallen. Der perfekte Ort für eine Pause und eine Nürnberger Bratwurst.
Frisch gestärkt besuchten wir eine moderne Skulptur unter den Sehenswürdigkeiten Nürnberg, die Straße der Menschenrechte. 27 weiße, bis zu acht Meter hohe Säulen erinnern am Kornmarkt an die Einhaltung der Menschenrechte. Auf jeder Säule ist ein Artikel dieser Rechte eingraviert.
Unser letztes Ziel unter den Sehenswürdigkeiten Nürnberg war der Weiße Turm. Besser gesagt der Brunnen vor dem Wehrturm. Das sog. Ehekarussell stellt Szenen einer Ehe dar. Vom Verlieben bis zum Tod. Nur wenige Schritte weiter standen wir am Spittlertor mit der historischen Stadtmauer. Dem wohl eindrucksvollsten Torturm Nürnbergs.
Tipp: Beim Weißen Turm findet auch noch nach Weihnachten ein sehr gemütlicher kleiner Weihnachtsmarkt statt!
Info: Solltest du länger in Nürnberg sein, lohnt sich auch ein Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Abseits der mittelalterlichen Idylle gedenkt die Stadt hier an das dunkelste Kapitel der gesamten deutschen Geschichte.

Ausflugstipp Fürth
Vom Bahnhof Nürnberg bist du in nur 20 Minuten mit der Bahn in Fürth. Und der Ausflug lohnt sich wirklich. Denn Fürth besitzt eine wundervolle kleine Altstadt.
Unser erstes Ziel waren die beiden Prachtstraßen der Stadt. Die Hornschuchpromenade und die Königswarterstraße. Hier reihen sich reich verzierte prächtige Jugendstil- und Gründerzeitfassaden aneinander. Ein herrlicher Anblick. Vorbei am neubarocken Stadttheater gelangten wir zum Rathaus. Das verdächtig an den Palazzo Vecchio in Florenz erinnert 🙂
Von hier führt der Weg in die Gustavstraße. Das Zentrum der Fürther Altstadt. Hier steht ein niedliches Fachwerkhaus neben dem anderen! Und die Michaelskirche. Das älteste Gebäude der Stadt mit einem malerischen Innenraum.
Etwas von der Altstadt entfernt liegt der Alte Jüdische Friedhof. Die dicht stehenden, teils verwitterten Grabsteine sind aber den Umweg wert, wenn du an Geschichte interessiert bist.
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