Kopenhagen an nur einem Tag zu entdecken, klingt sportlich. Doch die dänische Hauptstadt macht es erstaunlich einfach. Dank ihrer kompakten Größe und den flachen, fahrradfreundlichen Straßen lassen sich die Top-10-Highlights bequem in 24 Stunden erkunden. Vom maritimen Postkartenidyll in Nyhavn bis zum royalen Flair am Schloss Amalienborg versprüht Kopenhagen an jeder Ecke seine ganz eigene skandinavische Atmosphäre. In diesem Artikel findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten Kopenhagen, damit du trotz des straffen Zeitplans das berühmte dänische Lebensgefühl der Hygge in vollen Zügen genießen kannst. Zur besseren Orientierung sind alle Highlights auf der Karte markiert.
Rosenborg Slot
Natürlich gehört auch (nicht nur) ein Schloss zu den Sehenswürdigkeiten Kopenhagen. Auch wenn es vergleichsweise klein ist, wirkt es mit seinen verspielten Türmen wie direkt einem Märchen entsprungen. Anfang des 17. Jahrhunderts als Lustschloss erbaut, diente es der königlichen Familie bis 1720 als Residenz. Heute bergen die historischen Backsteinmauern ein faszinierendes Museum für königliche Geschichte.
Ein Rundgang durch die prunkvollen Räume führt dich auch in den wohl schönsten Saal des Schlosses: den Rittersaal. Hier thronte der König, majestätisch bewacht von silbernen Löwen. Ein weiteres Highlight erwartet dich im Erdgeschoss, wo du die funkelnden Kronjuwelen und die königlichen Insignien aus nächster Nähe bewundern kannst.
Kopenhagens Rathausplatz
Der Rathausplatz ist das pulsierende Herzstück der Stadt. Und infolgedessen auch eines der Highlights unter den Sehenswürdigkeiten Kopenhagen. Er ist von prachtvollen Gebäuden gesäumt, doch besonders das monumentale Rathaus zieht alle Blicke auf sich. Mit seiner faszinierenden Backsteinfassade und dem imposanten, 105 Meter hohen Turm hat es uns von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Über dem Haupteingang wacht übrigens eine goldene Figur des Stadtgründers, Bischof Absalon von Lund. Wir blieben einfach eine Weile mitten auf dem Platz stehen, um das bunte, quirlige Treiben auf uns wirken zu lassen.
Doch dieser Ort ist weit mehr als nur eine Augenweide. Als historischer Versammlungsort schlägt hier bis heute das gesellschaftliche Herz der Stadt – ob bei ausgelassenen Feierlichkeiten, Demonstrationen oder kulturellen Events.
Islands Brygge Hafenschwimmbad
Das Wasser im Kopenhagener Hafen ist so unglaublich sauber, dass man hier – ähnlich wie in Helsinki – ein eigenes Hafenschwimmbad eröffnet hat. Die Anlage bietet verschiedene Becken und besticht durch einen markanten Sprungturm, dessen Form kunstvoll an den Rumpf eines Schiffes erinnert. In den Sommermonaten herrscht im Bad und auf den angrenzenden Liegewiesen eine herrlich lebendige Atmosphäre.
Es ist mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis, in dieser außergewöhnlichen Kulisse seine Bahnen zu ziehen. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an den erfrischend skandinavischen Temperaturen!

Vor Freslers Kirche
Eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Kopenhagen ist eine Wendeltreppe, die direkt an und um einen Kirchenturm führt. Sie krönt den 90 Meter hohen, markanten schwarz-goldenen Turm der Vor Frelsers Kirke. Einer wunderschönen Barockkirche aus dem 17. Jahrhundert. Wenn du die insgesamt 400 Stufen bis zur Spitze bezwingst, wirst du mit einem atemberaubenden Panorama über die dänische Hauptstadt belohnt. Das eigentliche Abenteuer beginnt jedoch auf den letzten 150 Stufen: Diese verlaufen vollkommen ungeschützt an der Außenseite des Turms und erfordern absolute Schwindelfreiheit!
Ein kleiner Geheimtipp: Sobald du die Brücke nahe der Kirche überquerst, betrittst du eine gänzlich andere Welt: die bunte, autonome Freistadt Christiania. Das ehemalige Militärgelände wurde 1971 von Hippies und Hausbesetzern angeeignet. Heute hat sich daraus eine einzigartige, selbstverwaltete Gemeinschaft mit ganz eigenen Regeln entwickelt.
Rund um die Oper
Zu den Sehenswürdigkeiten Kopenhagen zählt auch das moderne Opernhaus auf der Insel Holmen. Dabei fasziniert nicht nur die futuristische Architektur des Gebäudes selbst – der wahre Schatz ist die fantastische Aussicht. Von hier aus schweift der Blick über das glitzernde Hafenbecken direkt hinüber zum Schloss Amalienborg am gegenüberliegenden Ufer. Perfekt eingerahmt von einem wunderschönen Springbrunnen im Vordergrund.
Direkt neben der Oper stießen wir bei einem Spaziergang durch den kleinen Park auf eine charmante Überraschung: Ein gläserner Pavillon, der an ein Gewächshaus erinnert, beherbergt ein gemütliches Café, während auf dem Dach wilde Gräser blühen. Das Kuriose daran: Dieser grüne Rückzugsort mit seinen üppigen Pflanzen ist in Wahrheit der stilvolle Abgang zu einer Tiefgarage!
Praktischer Tipp: Am schönsten und stilechtesten erreichst du die Oper übrigens mit einer der gelben Hafenfähren.
Børsen – die alte Börse
Eine weitere der Sehenswürdigkeiten Kopenhagen befindet sich auf der Schlossinsel. Die historische Börse aus dem 17. Jahrhundert. Leider ist sie im Moment nicht so herausragend schön, wie sonst. Denn nach einem verheerenden Brand im April 2024 wurden große Teile des Bauwerks zerstört. Und schon im selben Jahr begannen die Dänen, die Börse originalgetreu wieder aufzubauen. Momentan kann sie deswegen bedauerlicherweise nicht besichtigt werden.
Zuvor bot der prächtige Renaissancebau mit seinen vielen detailreichen Gauben einen faszinierenden Anblick. Besonders herausragend war jedoch der Turm, der aus ineinander verschlungenen Drachenschwänzen bestand. Auch dieser soll bis 2029 wieder in vollem Glanz über der Börse erstrahlen!

Christiansborg Slot
Auch das Christiansborg Slot ist ein Schloss, das zu den Sehenswürdigkeiten Kopenhagen gehört. Der imposante Prachtbau besticht nicht nur durch seinen außergewöhnlich schönen Turm, sondern birgt im Untergrund auch eine einzigartige Überraschung. Das heutige Schloss ist nämlich bereits das dritte monumentale Bauwerk an genau dieser Stelle. Die Geschichte des Areals reicht zurück bis ins Jahr 1167, als hier die einstige Burg des Stadtgründers Bischof Absalon stand. Später folgte das Kopenhagener Schloss samt einem berüchtigten Gefängnisturm für Staatsgefangene. Als König Frederik IV. die Residenz Anfang des 18. Jahrhunderts umfassend umbauen ließ, ging das architektonische Experiment schief – einige Wände stürzten kurzerhand ein.
Sein Nachfolger fackelte nicht lange, ließ das instabile Schloss abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Das Beste daran: Bei einer Schlossbesichtigung kannst du tief in die Vergangenheit eintauchen und die geheimnisvollen Ruinen der Vorgängerbauten unter dem heutigen Schloss hautnah erkunden.
Buntes Nyhavn
Unser absoluter Favorit unter den Sehenswürdigkeiten Kopenhagen ist der malerische Nyhavn. Sobald wir diesen charmanten Kanal erreichten, fühlten wir uns von einer Sekunde auf die andere wie in einer ganz eigenen, verträumten Kleinstadt. Ursprünglich im 17. Jahrhundert als geschäftiger Handelshafen angelegt, präsentiert sich der Nyhavn heute als das wohl schönste Postkartenmotiv Dänemarks: Dicht aneinandergereihte, farbenfrohe Giebelhäuser spiegeln sich im Wasser, an dessen Stegen historische Holzschiffe sanft schaukeln. Wir hätten hier stundenlang einfach nur am Kai sitzen und das bunte Treiben beobachten können. Selbst der berühmte Märchendichter Hans Christian Andersen verlor sein Herz an diesen Ort. Er wohnte nacheinander in gleich drei verschiedenen Häusern: in den Nummern 20, 67 und 18.
Ein faszinierendes Detail: Das älteste Haus des Nyhavn stammt aus dem Jahr 1681 und steht bis heute vollkommen unverändert an diesem zauberhaften Kanal.
Amalienborg Slot
Vom Nyhavn aus spazierst du entspannt am Ufer entlang zur nächsten königlichen Residenz. Dem Amalienborg Slot. Das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss gilt als eines der bedeutendsten und schönsten Rokoko-Ensembles in ganz Dänemark. Die offizielle Residenz der königlichen Familie besteht aus vier identischen Palais, die sich harmonisch um einen achteckigen Schlossplatz gruppieren. Während eines der Palais als Museum seine Türen für die Öffentlichkeit öffnet, dient ein anderes als Wohnsitz der königlichen Familie. Weht dort die königliche Flagge, ist Ihre Majestät persönlich im Schloss anwesend.
Ein absolutes Highlight ist die feierliche Wachablösung um Punkt 12:00 Uhr. Die Königliche Leibgarde bricht dafür bereits um 11:30 Uhr am Schloss Rosenborg auf und marschiert lautstark durch die Straßen Kopenhagens. Besonders prachtvoll ist dieses Spektakel, wenn die Königsfamilie im Schloss verweilt. Doch auch an ruhigeren Tagen ist der traditionsreiche Marsch absolut sehenswert.

Kleine Meerjungfrau
Das unbestrittene Wahrzeichen und die bekannteste der Sehenswürdigkeiten Kopenhagen ist ohne Frage die Kleine Meerjungfrau. Die zierliche Bronzefigur thront auf einem Findling direkt am Ufer des Langelinie-Kais. Geschaffen wurde sie vom Bildhauer Edvard Eriksen als liebevolle Hommage an das weltberühmte Märchen von Hans Christian Andersen. Mit einer Höhe von gerade einmal 1,25 Metern ist die Statue überraschend klein. Und dennoch zieht sie täglich hunderte Besucher magisch an. Ein Blick, der sich lohnt, denn sie ist wirklich wunderschön anzusehen.
Von ihrem Standort aus eröffnet sich zudem ein fantastischer Blick auf CopenHill – eine Müllverbrennungsanlage im Industriehafen, die sich völlig unerwartet selbst zu einem Highlight entwickelt hat. Auf dem steil abfallenden Dach der Anlage wurde nämlich eine 400 Meter lange Skipiste errichtet! Wenn du nicht Ski fährst, kannst du die Kurve über angelegte Wanderwege zu Fuß erklimmen oder dich an der weltweit höchsten Kletterwand an einer Fassade ausprobieren.
Ein Blick in die Chronik: Die Kleine Meerjungfrau blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Sie wurde im Laufe der Jahrzehnte Opfer zahlreicher Farbanschläge, verlor einmal einen Arm und büßte sogar zweimal ihren Kopf ein. Doch die Kopenhagener haben ihr Wahrzeichen jedes Mal liebevoll restauriert.
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