Heidelberg gehört zu den schönsten Städten Deutschlands und begeistert Besucher aus aller Welt. Mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und romantischer Atmosphäre. Eingebettet zwischen dem Neckar, grünen Hügeln und einer der ältesten Universitäten Europas bietet die Stadt eine Vielzahl an beeindruckenden Sehenswürdigkeiten Heidelberg.
In diesem Reisebericht nehmen wir dich mit auf einen Rundgang durch Heidelberg. Und zeigen dir unsere Top 10 Sehenswürdigkeiten, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest. Von weltbekannten Wahrzeichen über historische Plätze bis hin zu tollen Aussichtspunkten. Heidelberg ist einfach unglaublich.
Damit du deinen Rundgang ganz einfach planen kannst, haben wir außerdem eine praktische Karte erstellt. Auf dieser haben wir alle Sehenswürdigkeiten markiert. Wie du auf der Karte sehen kannst, gibt es auch zwei lohnenswerte Ausflugsziele: Speyer und Bad Wimpfen.
Alte Aula & Studentenkarzer
Die 1386 gegründete Universität ist eine der ältesten Unis in ganz Europa. Und sie besitzt gleich zwei der schönsten Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Davon ist eine wirklich außergewöhnlich. Der sog. Studentenkarzer. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Gefängnis für Studenten. Zwischen dem 16. und dem 20. Jhd. wurden Studenten hier für Fehltritte eingesperrt. Etwa wegen nächtlicher Ruhestörung oder respektlosem Verhalten. Während ihrer Aufenthalte verzierten die Studenten die Wände des Treppenhauses und der Zimmer. Mit Graffiti, Malereien und Botschaften, die oftmals sehr unterhaltsam sind. Wir verbrachten bestimmt eine halbe Stunde damit, einige davon zu lesen :-).
Vom Erdgeschoss des Karzers führte uns ein kurzer Flur in das kleine Museum der Universität. Das ist jetzt nicht besonders interessant, aber es ist der Zugang zu der zweiten der Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Zur alten Aula im ersten Obergeschoss. Und die ist mehr als eindrucksvoll.
Der stimmungsvolle Raum besitzt eine kunstvolle Holzvertäfelung, Gemälde und eine reich verzierte Decke. Sogar die Leuchten sind einzigartig! Früher war die Aula für Feste und Versammlungen der Universität gedacht. Heute finden darin Konzerte und auch Vorträge statt.
Jesuitenkirche
Unser Weg führte uns nur ein paar Schritte weiter zur nächsten der Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Zur barocken Jesuitenkirche aus dem 18. Jhd. Die helle, barocke Fassade strahlt eine Art von Ruhe aus, die uns sofort gefangen nahm. Als wir die Kirche betraten, erwarteten wir also Besonderes. Leider wurden wir enttäuscht, denn das barocke Innere der Kirche existiert leider nicht mehr.
Trotz der Stuckarbeiten und der goldenen Elemente erschien uns die Kirche leer und irgendwie langweilig. Einzig die neue kleine Orgel, die im barocken Stil erbaut wurde könnte man als sehenswert bezeichnen.

Sehenswürdigkeiten am Marktplatz
Der Marktplatz ist umgeben von hübschen Häusern. Durch die vielen Cafés am Herkulesbrunnen, mehrere Geschäften und Stände herrscht hier immer ein lebhaftes Treiben. Außerdem stehen hier gleich zwei Sehenswürdigkeiten Heidelberg:
Haus zum Ritter Sankt Georg
Am Marktplatz angekommen, fällt unser Blick sofort auf das Haus zum Ritter Sankt Georg. Denn die reich geschmückte Renaissance-Fassade ist die prachtvollste von Heidelberg. Wir entdeckten immer wieder neue Details.
Das Haus ist übrigens eines der wenigen Gebäude, das die Zerstörungen des 17. Jhd. überstanden hat. Somit ist es eines der ältesten original erhaltenen Bürgerhäuser der Stadt. Heute befindet sich darin sogar ein Hotel.
Heilig-Geist-Kirche
Direkt daneben erhebt sich die Heilig-Geist-Kirche aus rotem Sandtein mit ihrem markanten Turm. Die größte Kirche der Stadt wurde vom 14. bis zum 16. Jhd. als Ort für die Fürstengräber erbaut. Diese wurden während eines Krieges allerdings weitgehend zerstört. Aber auch bei dieser Kirche gilt, dass sie im Inneren nicht hält, was ihr Äußeres verspricht.
Allerdings kannst du von April bis Oktober die Aussichtsplattform im Kirchenturm besuchen.Und wirst mit einem herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt bis hinauf zum Schloss belohnt.

Alte Brücke mit Affenstatue
Die Alte Brücke über den Neckar in Heidelberg heißt eigentlich Karl-Theodor-Brücke. Sie ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Die heutige Brücke aus Sandstein wurde 1788 unter Kurfürst Karl Theodor erbaut, nachdem mehrere vorherige Brücken aus Holz zerstört worden waren.
Eine Besonderheit der Alten Brücke ist das Brückentor auf der Seite der Altstadt. Es stammt noch aus dem Mittelalter und war früher Teil der Stadtbefestigung. Die beiden Türme mit ihren spitzen Dächern verleihen der Brücke ein malerisches und zugleich wehrhaftes Aussehen. Direkt neben dem Brückentor steht die Skulptur des Brückenaffen. Der Affe hält einen Spiegel und symbolisiert auf humorvolle Weise die Eitelkeit der Menschen. Das Berühren des Spiegels soll im Übrigen Glück bringen!
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Figur des Kurfürsten Karl Theodor in der Mitte der Brücke. Und natürlich der Ausblick, den du von der Brücke auf das Schloss Heidelberg hast.
Tipp: Die Alte Brücke ist ein beliebter Ort für den Sonnenuntergang. Dann herrscht auf der Brücke immer eine besondere Atmosphäre. Anschließend kannst du auch gleich das Schloss und das Brückentor angeleuchtet bewundern.
Kornmarkt
Und noch einen hübschen Platz gibt es unter den Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Den Kornmarkt. Hier findest du ein absolutes Postkartenmotiv. Die barocke Mariensäule aus dem 18. Jhd. im Vordergrund und darüber das Heidelberger Schloss.
Der Kornmarkt ist auch der Ausgangspunkt für den Weg auf das Schloss. Denn hier befindet sich eine der modernsten Bergbahnen. Diese bringt dich zum Schloss und das Ticket gilt gleichzeitig auch als Eintrittskarte. Oder du gehst wie wir links von der Bergbahn zu Fuß nach oben.
Tipp: Es lohnt sich auch ein kleiner Abstecher auf den Karlsplatz direkt daneben. Und zum Karlstor aus dem 18. Jhd., das an einen kleinen Triumphbogen erinnert.
Sehenswürdigkeiten im Heidelberger Schloss
Das Heidelberger Schloss ist die weltweit berühmteste unter den Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Und das, obwohl es eigentlich nur noch eine Ruine ist. Je näher wir dem Schloss kamen, umso beeindruckender wurde es. Und schon der erste Hof des Schlosses direkt nach dem Ticketschalter hat uns einfach sprachlos gemacht. Dazu noch der spektakuläre Blick auf den Neckar und die umliegende Landschaft. Ein Traum. Und auch der Innenhof ist atemberaubend!
Zudem gibt es im Schloss noch zwei weitere Sehenswürdigkeiten Heidelberg. Das ist zum einen das Große Fass im Schlosskeller. Mit 222.000 Litern Fassungsvermögen eines der größten Weinfässer der Welt. Über eine Treppe gelangst du sogar auf eine Plattform direkt auf dem Fass.
Zum anderen gibt es im Schloss ein kleines Museum, in dem unter anderem wunderschöne alte Apotheken zu sehen sind.
Mit der historischen Bahn zum Königstuhl
An der Schloss-Station stiegen wir nach der Besichtigung in die Bergbahn. Und fuhren zu deren zweiter Haltestelle, der Molkenkur. Dort mussten wir in eine andere Bahn wechseln, um auf den 568 Meter hohen Königstuhl zu gelangen. In die historische Bergbahn, die ohne Frage zu den Sehenswürdigkeiten Heidelberg gehört.
Oben angekommen erwartete uns ein herrlicher Ausblick über Heidelberg und das Neckartal. Und natürlich eine Brotzeit. Nach unten führen Wanderwege oder eben wieder die Bergbahn. Zu Fuß dauert der gut 4 km lange Weg über die Himmelsleiter etwa zwei Stunden.
*Tipp: Wenn du länger in Heidelberg bist, lohnt sich auch eine Tour mit dem Boots auf dem Neckar. Oder das ein oder andere Museum:
Wanderung am Philosophenweg
Der Philosophenweg in Heidelberg gehört zu den schönsten und bekanntesten Spazierwegen der Stadt. Er verläuft am Nordufer des Neckars, gegenüber der Altstadt. Und bietet einen der beeindruckendsten Ausblicke auf Heidelberg und das über der Stadt thronende Schloss.
Der Aufstieg zum Philosophenweg ist zwar etwas anstrengend, doch die Mühe lohnt sich. Wir nahmen als Aufstieg zum Philosophenweg den sog. „Schlangenweg“ durch die Weinberge. Er beginnt direkt auf der anderen Seite der Alten Brücke. Auf etwa 350 Metern Länge legten wir auf Treppen 83 Höhenmeter zurück. Oben angekommen standen wir am fast eben verlaufenden Philosophenweg.
Durch das milde Klima wachsen hier sogar Pflanzen, die du sonst eher rund um das Mittelmeer findest. Inklusive großer Palmen. Die meisten bunt blühenden Pflanzen stehen im kleinen Philosophengarten direkt neben dem Weg. Außerdem lohnt sich ein kleiner Abstecher hoch zum Bismarckturm.

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