Eingebettet zwischen sanften Weinbergen und den schroffen Gipfeln der Dolomiten liegt Bozen. Dieser Reisebericht nimmt dich mit auf einen Rundgang zu den TOP 10 Sehenswürdigkeiten Bozen. Begleite uns auf einer Entdeckungstour durch verwinkelte Gassen, über sonnendurchflutete Plätze und zu jenen Orten, die Bozen seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.
Wie du in der Karte sehen kannst, eignet sich Bozen auch hervorragend für einen Ausflug nach Brixen. Und auch die Erdpyramiden liegen in direkter Nachbarschaft zur Stadt.
Siegesdenkmal und Südtiroler Archäologiemuseum
Unseren Rundgang durch die Sehenswürdigkeiten Bozen begannen wir am Siegesdenkmal. Einem monumentalen Triumphbogen aus hellem Marmor, der aber dennoch irgendwie kühl wirkt. Kein Wunder, ist er ja kein echter römischer Triumphbogen. Er wurde nämlich erst zur Zeit des Faschismus im Auftrag Mussolinis errichtet. Und zwar als Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Wenn du an Geschichte interessiert bist, lohnt sich mit Sicherheit auch der Besuch der Ausstellung in den Katakomben des Siegesdenkmals. Diese behandelt die Geschichte Südtirols während der Diktatur der Faschisten und der Nationalsozialisten.
Nur wenige Gehminuten weiter tauchten wir in eine ganz andere Zeit ein. Und zwar im Südtiroler Archäologiemuseum. Hier befindet sich die wohl berühmteste der Sehenswürdigkeiten Bozen. Ötzi, der Mann aus dem Eis, der 1991 nur durch Zufall im Gletscher gefunden wurde. Es war schon ein eigenartiges Gefühl, vor einer über 5.000 Jahre alten Mumie zu stehen. Durch die Glaswand sahen wir seinen erstaunlich gut erhaltenen Körper. Überraschend klein und doch weltberühmt. In der Ausstellung sind außerdem seine Kleidung und seine Werkzeuge zu sehen, wie Fellstücke, Ausrüstung und Kupferbeil.
Schade ist nur, dass man auf dieser ganzen Etage keine Fotos machen darf. Nur von dem Modell, das Ötzi zu Lebzeiten darstellt. Die restlichen Ausstellungsräume fanden wir jetzt eher uninteressant.
Gleich neben dem Museum liegt der Obstplatz. Hier empfing uns geschäftiges Treiben zwischen all den unzähligen Marktständen. Wir spazierten vorbei an Bergen von Äpfeln, Trauben, frischem Gemüse, würzigem Speck und Kräutern.
Sehenswürdigkeiten rund um den Waltherplatz

Der Dom Maria Himmelfahrt ist nicht nur eine der Sehenswürdigkeiten Bozen, sondern auch das religiöse und architektonische Herz der Stadt. Mit seinem filigranen, 65 m hohen gotischen Turm prägt er die Silhouette der Altstadt wie kein anderes Bauwerk. Als wir uns dem Dom aus dem 14. Jhd. näherten, spürten wir sofort eine besondere Atmosphäre. Besonders eindrucksvoll fanden wir das kunstvolle bunte Dach, das uns irgendwie an ein Mosaik erinnerte. Ganz ähnlich dem Dom in Wien. Der Innenraum hat uns allerdings sehr enttäuscht. Wir empfanden ihn als bedrückend und dunkel.
Direkt vor dem Dom öffnet sich der belebte Waltherplatz. Es versteht sich von selbst, dass wir uns in eines der vielen kleinen Cafés setzten und das Treiben beobachteten. In der Mitte des Platzes steht das Denkmal für Walther von der Vogelweide, ruhig und würdevoll. Im Hintergrund zeichnen sich die Berge ab und der Dom ist das i-Tüpfelchen der ganzen Szene. Einfach herrlich!
Anschließend bogen wir in die schmale Silbergasse ab. Die Geräusche des Platzes wurden leiser und die Häuser rückten näher zusammen. Am Ende der Gasse erreichten wir das alte Waaghaus. Hier wurden früher Waren gewogen und kontrolliert.
In den kleinen Gassen von Bozen
Anschließend ließen wir uns in den vielen kleinen Gassen von Bozen treiben. Besonders schön sind vor allem zwei davon. Allen voran natürlich die berühmte Laubengasse. Unter den charakteristischen Arkaden reihen sich unzählige Geschäfte aneinander. Du darfst aber vor lauter Freude am Einkaufen auf keinen Fall vergessen, mal aus den Arkaden herauszutreten. Und dich in die Mitte der Gasse zu stellen. Den Anblick der unfassbar schönen Fassaden wirst du nämlich nie wieder vergessen!
Etwas ruhiger und ganz ohne Arkaden ist auch die Bindergasse eine der Sehenswürdigkeiten Bozen. Mit ebenfalls unglaublich schön gestalteten Häusern. Nicht ganz so schön ist die Franziskanergasse mit den eher schlichten bunten Fassaden. Aber hier verbirgt sich ein Kleinod.
Das Kloster aus dem 13. Jhd. Genauer gesagt der gotische Kreuzgang des Klosters. Schlanke Säulen tragen zarte Gewölbe und an den Wänden befinden sich noch viele Reste uralter Fresken.

Herz Jesu Kirche & Schloss Maretsch
Auf dem Weg zum Schloss Maretsch standen wir ganz ungeplant plötzlich vor einer großen Kirche. Mit einem komplett anderen architektonischen Stil als alles andere an diesem Tag. Die neuromanische Herz Jesu Kirche aus dem 19. Jhd. ist aber nicht nur von außen eine Überraschung. Auch ihr Inneres war ganz anders, als erwartet. Sie besitzt einen wundervollen Altar und eine ganz unglaubliche Deckenbemalung!
Zum Abschluss unseres Rundgangs durch die Sehenswürdigkeiten Bozen erreichten wir Schloss Maretsch. Im Inneren begeisterte uns das Schloss mit kunstvollen Fresken aus der Zeit der Renaissance. Besonders im sogenannten Römersaal sind wunderschöne Fresken, die vom Alten Testament und der römischen Antike erzählen.
Info: Das Schloss Maretsch kann nur an Tagen besichtigt werden, an denen keine Veranstaltungen stattfinden.
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