Gleich hinter dem Brenner liegt eine kleine Alpenstadt mit besonderem Charme. Das kleine Juwel Sterzing. Umrahmt von beeindruckenden Bergen, versehen mit farbenfrohen Fassaden und verwinkelten Gassen, wirkt der Ort wie aus einem Bilderbuch. Welche der vier Sehenswürdigkeiten Sterzing einen Besuch wert sind, kannst Du schon in der Karte sehen. Vom imposanten Zwölferturm über die stille Pfarrkirche bis hin zum Panorama am Rosskopf und der beeindruckenden Burg Reifenstein – jeder Ort hat seinen ganz eigenen Reiz.
Die bezaubernde Stadt eignet sich übrigens auch hervorragend für Ausflüge nach Brixen oder Bozen.
Der Zwölferturm – Wahrzeichen der Stadt
Unser erster Weg führte uns vorbei an wunderschönen bunten Häusern zum 46 Meter hohen Zwölferturm. Dem bekanntesten Bauwerk unter den Sehenswürdigkeiten Sterzing. Im unteren Bereich besitzt der Turm ein Tor, das die beiden historischen Stadtteile Neustadt und Altstadt miteinander verbindet. Das Besondere am Turm ist der steinerne Treppengiebel. Doch auch die schmalen gotischen Fenster und die eindrucksvolle Uhr machen ihn zum Wahrzeichen der Stadt.
Erbaut wurde er als Teil der ehemaligen Stadtmauer im 15. Jhd. als Wachturm. Um die Stadt rechtzeitig vor Angriffen oder auch Feuer warnen zu können.
Das historische Rathaus Sterzing
Nur wenige Schritte entfernt liegt schon die nächste der Sehenswürdigkeiten Sterzing. Ebenfalls direkt in der malerischen Altstadt. Das prächtige spätgotische Rathaus. Seine elegante Fassade mit den Erkern zeigt, wie bedeutend Sterzing einst als Handelsstadt war. Das ist aber nicht das Besondere am Rathaus. Sondern der gotische Ratssaal mit seiner Holzvertäfelung. Er gilt sogar als schönster in ganz Tirol!
Den Ratssaal kannst du zu den Öffnungszeiten des Rathauses einfach kostenlos besichtigen. Und alleine schon die alte Steintreppe und die Gewölbe auf dem Weg zum Saal sind den Weg wert. Im Innenhof des Rathauses stehen außerdem noch ein Mithrasstein und ein römischer Meilenstein. Es sind aber lediglich Nachbildungen und wir fanden sie auch nicht unbedingt sehenswert.

Die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau im Moos“
Ein besonderes Highlight unter den Sehenswürdigkeiten Sterzing ist die Pfarrkirche „Unsere liebe Frau im Moos“. Sie befindet sich zwar ein Stück außerhalb der Altstadt, aber ein Besuch lohnt sich. Denn schon von außen beeindruckte uns der mächtige gotische Bau mit seinem hohen Turm. Als wir eintraten, waren wir aber kurz sprachlos.
Nicht nur die außerordentlich prunkvoll bemalte Decke versetzte uns in Staunen. Sondern auch die hölzernen Kirchenbänke, die wir so noch nirgends auf der Welt gesehen haben. Die Bänke sind jeweils auf beiden Seiten durch kleine Holztürchen verschlossen. Diese geschnitzten Türchen sind mit unterschiedlichen Motive und Wappen geschmückt. Ein wirklich außergewöhnlicher Anblick.
Panorama und Natur am Rosskopf
Am nächsten Tag zieht es uns hinauf auf den 2189 m hohen Rosskopf. Mit der Seilbahn schweben wir bequem nach oben und genießen bereits während der Fahrt den traumhaften Ausblick auf das Wipptal. Oben angekommen eröffnet sich uns ein beeindruckendes Panorama. Im Winter ist der Rosskopf übrigens ein gutes Skigebiet und es gibt auch einen Winter-Wanderweg.
Wir unternahmen eine 7,5 km lange Wanderung, die etwa 2,5 Stunden dauerte. Dabei mussten wir 714 Höhenmeter zurücklegen. Von der Bergstation nahmen wir den Weg Nummer 24 bis zum Sterzingerhaus. Schließlich brauchten wir ja zuerst mal eine kleine Pause. 🙂
Frisch gestärkt gelangten wir über den Kamm zum Gipfel. Von dort führte uns ein Grat bis zur Ochsenscharte, ab der wir auf den Weg Nummer 24B zur Vallemingalm wechselten. Der Weg 19B brachte uns anschließend zum romantischen Bergsee Kastellacke. Übrigens gibt es dort den Rossy Park mit Lamas und Bergziegen! Weg Nr. 19 führte uns mit vielen neuen Eindrücken zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Mittelalterliche Atmosphäre auf Burg Reifenstein
Zum Abschluss unseres Aufenthalts bei den Sehenswürdigkeiten Sterzing besuchten wir die Burg Reifenstein, die etwas außerhalb von Sterzing auf einem Felsen liegt. Schon bei der Anfahrt waren wir von der Burg verzaubert. Die gut erhaltene mittelalterliche Burg wirkt tatsächlich wie direkt einem Märchen entsprungen.
Geparkt haben wir am Fuß des Felsens. Unsere Besichtigung begann also mit einer kleinen Wanderung. Im Inneren der Burg gibt es einige besonders sehenswerte Räume. So etwa die Rauchküche oder den grünen Saal mit schönen Fresken. Nach der Besichtigung der Burg spazierten wir noch zur kleinen St. Zeno Kapelle an der gegenüberliegenden Spitze des Felsens.
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