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Reisebericht Kreta und Santorin – zwei traumhafte Inseln

Vor unserer ersten Griechenlandreise standen wir vor dem gleichen Problem wie wahrscheinlich fast jeder, der einen Urlaub in Griechenland plant: wir wussten, es sollte eine Insel sein – aber für welche soll man sich bei so vielen griechischen Inseln nur entscheiden? Also erst mal wieder Reiseführer wälzen. Da wir im Urlaub zwar schon mal gerne baden gehen – wenn es schöne Strände gibt – aber unbedingt auch immer neue Dinge erkunden wollen, musste es eine Insel sein, die beides gleichzeitig zu bieten hatte. Nach einigem Hin und Her haben wir uns schließlich für Kreta entschieden. Nun konnte die Planung der Reiseroute endlich losgehen. Dabei habe ich im Internet ziemlich schnell entdeckt, dass von Kreta aus Fähren nach Santorin fahren 😊 – das musste ich unbedingt einplanen!

Die endgültige Route, die wir mit dem Mietwagen (der sollte wegen der unglaublich engen Gassen so klein wie möglich ausfallen; Mietwagen-Preisvergleich für Heraklion*) dann geplant haben, sah so aus:

Heraklion und Knossos

Gelandet sind wir in Heraklion, wo wir wegen der günstigen Lage zu vielen tollen Sehenswürdigkeiten von Kreta unser erstes Hotel gebucht hatten. Natürlich stand zuerst das beeindruckende archäologische Museum auf dem Programm – unserer Meinung nach ein Muss mit wundervollen Exponaten! Und dabei mögen wir Museen eigentlich gar nicht. Übrigens kann man hier gleich ein Kombiticket kaufen, das auch für den Palast von Knossos gilt, den wir als nächstes besuchen wollten. So kann man das lästige Anstehen in Knossos umgehen und spart gleichzeitig noch Geld.

Die Ausgrabungen von Knossos gehören zu den absoluten Highlights von Kreta und wir haben drei Stunden lang die teilweise rekonstruierte Palastanlage erkundet und waren restlos begeistert. Den Rest des Tages verbrachten wir in den bezaubernden Gassen der Altstadt von Kretas Hauptstadt, die mit vielen hübschen Gebäuden und kleinen Cafés bis hinunter zum wunderschönen venezianischen Hafen reicht.

Matala und Gortys im Süden Kretas

Am nächsten Morgen war Entspannung angesagt am bildschönen Strand vom Hippiedorf Matala im Süden Kretas. Es versteht sich von selbst, dass wir auch in den alten steinzeitlichen Wohnhöhlen direkt am Strand herumgeklettert sind und die fantastischen Aussichten auf das Meer genossen.

Strand von Matala
Höhlen am Strand von Matala

Auf dem Rückweg kamen wir direkt an der Ausgrabungsstätte von Gortys vorbei und entschieden uns, einen kurzen Stopp einzulegen, um den alten in Stein gemeißelten Gesetzestext zu bestaunen. Die Ausgrabungen waren zwar sehr übersichtlich, boten aber viele schöne Fotomotive und der älteste Gesetzestext Europas war schon sehr eindrucksvoll. Er befindet sich an den Innenwänden des Odeion, das direkt hinter dem kleinen gut erhaltenen Amphitheater steht.

Tagesausflug nach Santorin

Und nun war er da, der Tag, an dem wir nach Santorin fuhren. Die Tickets inklusive Bustransfers auf Santorin hatte ich schon vorher bei paleologos.gr online gekauft. Die Insel war noch viel schöner, als auf jedem Foto, das wir je davon gesehen hatten – einfach nur unglaublich. Wir gingen vom Parkplatz in Fira an der Kirche vorbei direkt zum Kraterrand und standen erstmal für Minuten einfach nur da, genossen den Augenblick und versuchten, die Schönheit zu erfassen. Auf unserem Rundgang durch das Städtchen eröffneten sich alle paar Meter unfassbar schöne Ausblicke und wir konnten gar nicht begreifen, wie wundervoll es hier doch war. Die hübschen kleinen Häuschen am Rande des Vulkankraters, die weißen Kirchen mit den bildhübschen blauen Dächern, der Blick in einen riesigen Vulkankrater – alles war noch viel schöner, als man es sich erträumen kann. Nach einem Kaffee mit Traumblick ging es wieder zurück zum Bus, der uns nach Oia brachte, das ebenso malerisch an den Klippen liegt. Wir spazierten durch die kleinen romantischen und vergleichsweise ruhigen Gässchen des Bilderbuchstädtchens und wurden wieder völlig verzaubert von der Schönheit Santorins. Zum Abschluss fuhren wir mit einem Boot zu einer schwefelhaltigen warmen Quelle mitten im riesigen Krater, um dort zu baden – ein einmaliges Erlebnis! Auf Santorin könnte man bestimmt auch gut und gerne mehrere Tage verbringen, wenn es nur nicht so überlaufen wäre.

Sehenswürdigkeiten Santorin Griechenland
Santorin – die schönste der griechischen Inseln

Chania und die Traumstrände in Kretas Westen

Um auch den Westen von Kreta erkunden zu können haben wir das Hotel gewechselt und sind mit einem Zwischenstopp beim Kloster Moni Arkadiou nach Chania gefahren. Das orthodoxe Arkadikloster ist das Nationaldenkmal der Insel Kreta und erinnert an den Kampf um die Unabhängigkeit vom osmanischen Reich. Der kurze Umweg hat sich gelohnt, denn das kleine Kloster hat uns wirklich beeindruckt. In Chania angekommen haben wir uns sofort in die Altstadt verliebt, die zauberhaft im Halbrund um einen kleinen alten Hafen angelegt ist. Überall führten kleine verwinkelte Gassen mit Geschäften und Restaurants durch das bezaubernde Städtchen und die Stimmung ist einfach nur magisch.

Arkadikloster Kreta
Kloster Moni Arkadiou

Da es uns für eine Wanderung durch die Samariaschlucht im August eindeutig viel zu heiß war entschieden wir uns für einen Tag am Traumstrand von Elafonissi. Die Fahrt dauerte zwar mehr als eine Stunde, aber der Strand mit feinem weißen Sand, der an vielen Stellen rosa schimmerte und mit Wasser in den schönsten Blau-und Grüntönen ist das auf jeden Fall wert gewesen. Zudem war die Fahrt zum Strand über eine atemberaubende Hochebene und einen Berpass inklusive vieler Fotostopps nicht weniger spektakulär. Direkt neben der Straße haben wir beim Vorbeifahren sogar noch ein unscheinbares Schild zu einer Tropfsteinhöhle (Agia Sofia) entdeckt. Dieses kleine Abenteuer haben wir uns auf dem Rückweg natürlich nicht entgehen lassen und wurden umgehend dafür belohnt. Nicht nur damit, dass die Höhle mit einer kleinen Kirche darin und einem atemberaubenden Ausblick sehr sehenswert war – auf dem Weg dorthin lief uns auch noch eine Gottesanbeterin direkt vor die Füße!

Gottesanbeterin
Gottesanbeterin

Am vorletzten Urlaubstag hatten wir noch Balos-Beach auf dem Programm. Die Anfahrt durch traumhafte Landschaften dauerte etwa eine Stunde und wir waren glücklicherweise um neun Uhr schon vor Ort, da der wirklich kleine Parkplatz schon voll besetzt war. Wir packten unsere Turnschuhe aus und machten uns auf den teils steinigen Weg zum Strand, den wir nach etwa zwanzig Minuten schon von oben sehen konnten. Der Anblick war unfassbar schön – die vielen unterschiedlichen Farben des Meeres und der Lagune, die Berge, der Strand … Nun mussten wir “nur” noch etwa 20 Minuten Treppen steigen, um zu diesem traumhaften Ort  zu gelangen (die muss man später natürlich auch wieder hoch 🙄). Gegen drei Uhr kamen dann die riesigen Ausflugsboote und das Paradies wurde von Menschen überrannt – da machten wir uns lieber gemütlich wieder auf den Weg!

Balos Beach Strand Kreta
Balos Beach

Auf dem Weg zum Flughafen von Heraklion hatten wir am nächsten Tag noch genügend Zeit, das hübsche Städtchen Rethymno zu erkunden. Nach einem Kaffee im venezianischen Hafen schlenderten wir durch die romantischen Gassen der historischen Altstadt, wobei uns besonders der Platz um den Rimondi Brunnen gefallen hat.

Neben den vielen beeindruckenden Kultur- und Naturschönheiten hat uns in Griechenland besonders die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Menschen fasziniert. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir da waren.

Mittlerweile haben wir auch die Insel Rhodos besucht und waren begeistert!

*Affiliate-Link: wenn du hier auf unsere Empfehlung einen Mietwagen buchst erhalten wir einen kleinen Anteil als Provision.

  1. Traumhaft schön! Danke für den interessanten Bericht und die schönen Bilder! Sieht wirklich sehr einladend aus auf Kreta und Santorin.

    Viele Grüße
    Kathy von Ahoi und Moin Moin

  2. Liebe Tina,
    ein wirklich schöner Artikel über Kreta und Santorin, der Lust auf mehr macht.
    Vor allem die Bilder sind unglaublich schön und machen direkt Lust auf Sommer und im Meer baden. 😍 Einfach nur toll!
    Liebe Grüße,
    Isabel

  3. Hallo Tina,

    uns ging es letztes Jahr absolut genauso mit der Auswahl und aus dem gleichen Grund wurde es bei uns auch Kreta. Santorin steht auch auf meiner Liste, wir mussten auf den Ausflug leider verzichten, waren dafür dann aber vorher in Athen.
    Balos, Chania, Matala und das Moni Arkadiou haben wir auch besucht, wirklich traumhaft, kann ich dir nur zustimmen! Vielleicht magst du deine Eindrücke mal mit meinen vergleichen? Ich find das immer spannend.
    Hab dir die Rubrik Griechenland direkt verknüpft in meinem Webseitenlink.

    Liebe Grüße
    Susanne

  4. Wir sind im Juni auch wieder auf Kreta. Diesmal eine Woche ganz im Westen und eine Woche ganz im Südosten. Nach dem Lesen eures Berichtes überlegen wir die Fahrt genau über Matala zu legen. Ist es das wirklich wert?

    • Bettina Kainz

      Hallo ihr zwei,
      die Höhlen von Matala sind schon cool, Strände gibt es schönere. Aber wenn es kein großer Umweg ist, dann lohnt es sich auf jeden Fall. Am meisten hat uns Balos Beach gefallen oder auch Elafonisi, dahin war die Fahrt alleine schon ein Erlebnis!
      LG
      Manfred und Tina

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